Vor seiner eigenen Türe kehren, sollte vielleicht ein Mitarbeiter der Straßenreinigung: Der Mann, der seit über 30 Jahren für die Stadt Klagenfurt tätig ist, soll nämlich weniger als die Hälfte seiner Dienstzeit tätig gewesen sein. Zudem wird dem langjährigen Magistrats-Mitarbeiter vorgeworfen, auf der Kehrmaschine ein Nickerchen gemacht zu haben – bei laufendem Motor.
Aufmerksam wurde der Magistrat als es Unstimmigkeiten bei Arbeitszeit-Aufzeichnungen gegeben hatte – der Treibstoff-Verbrauch der Maschine passte nicht zu den gefahrenen Kilometern, berichtet die "Kleine Zeitung". Zudem gab es Hinweise aus der Bevölkerung: So wurde der Straßenkehrer beobachtet, wie er auf der Maschine schlief.
Daraufhin wurde der Betroffene eine Woche lang von einem Detektiv beobachtet, auch Fotos als Beweis wurden gemacht. "Der Mann ist einfach nicht seiner Arbeit nachgegangen", erklärt der Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider der "Kleinen Zeitung". Da der Mann einer Auflösung seines Dienstverhältnisses nicht zustimmte, wurde er suspendiert und ein Disziplinarverfahren eingeleitet.
Der Mitarbeiter sorgte bereits früher schon für Probleme: Er soll sich jahrelang gewehrt haben, die Arbeitskleidung zu tragen, ließ es sogar auf einen Prozess ankommen. Doch ist das Maß voll: "So ein Verhalten können wir einfach nicht dulden", meint Scheider.