Stefan Ebner muss Rapid nach 28 Jahren beim Verein verlassen. Das berichtet der "Kurier" am Dienstag, rund 48 Stunden nach der Derby-Niederlage gegen die Wiener Austria.
Ebner war bei Rapid fast drei Jahrzehnte lang in verschiedenen Funktionen aktiv, war dabei für viele Verträge und Transfers mitverantwortlich. Der Transfer von Rene Wagner, der 1996 zum Klub geholt wurde, gilt als sein erster Deal in Hütteldorf. Nun ist er Geschichte.
Mit dem Derby hat das nichts zu tun. Rapid ist im Umbruch, will sich unter der Leitung des neuen Präsidiums rund um Boss Alexander Wrabetz neu aufstellen. Sportdirektor Markus Katzer bekam jüngst Ex-Stürmer Rene Gartler zur Seite gestellt. Der "Direktor Sportmanagement", Stefan Ebner, muss nun weichen.
Ihm werde öffentlich kein konkreter Fehler vorgeworfen, heißt es. Es gehe darum, den Klub sportlich moderner aufzustellen. Die Personalentscheidungen der vergangenen Wochen sind aber als klares Signal zu deuten, dass die Transferpolitik der jüngeren Geschichte als wesentlicher Grund für den sportlichen Rückfall identifiziert wurde.
Rapid ist nach dem 1:3 am Sonntag gegen Stadtrivale Austria nur Fünfter, seit 40 Top-Partien gegen die Veilchen, Sturm und Salzburg sieglos. Wrabetz hatte nach seinem Antritt ein erhöhtes Kaderbudget und Qualität statt Quantität in Sachen Transfers angekündigt.