Für Netflix, Apple TV+ und Wow könnte es teuer werden: Der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) hat Verbandsklagen gegen die drei Streaming-Riesen eingereicht. Der Vorwurf: Die Anbieter haben die Preise laufender Abos wiederholt erhöht - ohne die Zustimmung ihrer Kunden einzuholen.
Solche einseitigen Preisanpassungsklauseln in den AGB würden Verbraucher unangemessen benachteiligen und seien unwirksam, argumentieren die Kläger.
Wie Inside Digital berichtet, geht es für betroffene Kunden um bis zu 700 Euro. Betroffene Verbraucher mit Wohnsitz in Deutschland können sich gebührenfrei für das Verfahren anmelden.
Besonders brisant: Bei Netflix könnten nicht nur die Preiserhöhungen, sondern sogar alle Zahlungen seit 2023 rückabgewickelt werden - das summiert sich ordentlich.
Das finanzielle Risiko für Verbraucher ist gering: Ein Prozessfinanzierer übernimmt die Kosten, falls die Klagen scheitern. Im Erfolgsfall gehen knapp zehn Prozent der Rückerstattung an den Finanzierer - der Rest an die Verbraucher.
Wer bereits eine Rechtsschutzversicherung hat, bekommt im Erfolgsfall sogar die volle Erstattung ohne Abzüge.