Seit Jahren kämpft Bruck an der Leitha mit den typischen Problemen einer Schulstadt: Die Kids verbringen ihre Freizeit oft mit Dingen, die Erwachsene ärgern und die das Gesetz mitunter als Delikt einstuft.
Im Herbst werden zwei Streetworker ihre Arbeit in Bruck aufnehmen. 20.000 Euro zahlt die Gemeinde für das Projekt. Land und AMS schießen ebenfalls Geld zu und machen so das möglich, was der Stadtregierung schon seit Längerem vorschwebt: Denn dass Jugendliche eher mit reden und gezielten Angeboten - wie etwa einem geplanten Jugendzentrum - von Dummheiten abzubringen sind, weiß man in Bruck spätestens seit Jänner, seit die private Stadtwache ihren Dienst aufgenommen hat. Die Mitarbeiter sollten Einbrecher vertreiben, kümmerten sich bald auch um die randalierenden Kids. Da in Bruck jeder jeden kennt, setzten die Securitys auf Gespräche. Das werden nun Streetwork-Profis übernehmen - und die Stadtwache kann sich auf echte Kriminelle konzentrieren.
Lisa Steiner