Wirtschaft

Streik bei Germanwings könnte weitergehen

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:22

Die Piloten des deutschen Billigfliegers Germanwings, der so wie die AUA zum Lufthansa-Konzern gehört, haben am Freitag sechs Stunden lang gestreikt. Betroffen waren alle Germanwings-Flüge von 6.00 bis 12.00 Uhr mit Abflügen von allen deutschen Flughäfen, teilte die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit am Donnerstag mit. Auch Österreich-Verbindungen waren davon betroffen. Während neuerliche Streiks am Wochenende nicht ausgeschlossen sind, fordert die Lufthansa die Piloten zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf.

mit. Auch Österreich-Verbindungen waren betroffen. Während neuerliche Streiks am Wochenende nicht ausgeschlossen sind, fordert die Lufthansa die Piloten zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf.

Die Piloten hatten bereits   Anfang April mit einem dreitägigen Streik   Europas größte Fluglinie weitgehend lahmgelegt, um ihrer Forderung nach mehr Geld und der Beibehaltung einer betriebsinternen Frührente Nachdruck zu verleihen. Im Schnitt gehen Lufthansa-Kapitäne derzeit mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen bezahlten Vorruhestand. Lufthansa will das durchschnittliche Eintrittsalter schrittweise auf 61 Jahre erhöhen. Die Regelung der Übergangspension ist Stein des Anstoßes.

Bis zu 15.000 Passagiere konnten ihren Flug nicht antreten. Durch Verschiebungen und Verspätungen können Germanwings zufolge noch weitere Flüge ausfallen. Am größten deutschen Flughafen Frankfurt gab es am Freitag keine Germanwings-Flüge.

Fortsetzung am Wochenende?

Ein Sprecher der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit wollte am Freitag nicht ausschließen, dass der Ausstand in den nächsten Tagen fortgesetzt werde. Davon könnten nicht nur Flüge der Germanwings, sondern auch der AUA-Mutter Lufthansa und der Frachttochter Cargo betroffen sein.

Die Lufthansa appellierte an die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Durch einen Streik ist noch kein Tarifkonflikt gelöst worden", sagte ein Lufthansa-Sprecher. Die AUA-Mutter erwartet einen konkreten Vorschlag zur Neuregelung der Übergangspension.

Österreicher betroffen

Von dem Ausstand waren vor allem Inlandsflüge betroffen. Hingegen fanden die Verbindungen in Urlaubsgebiete statt. Insgesamt musste Germanwings wegen des Streiks 116 von 164 Flügen streichen, darunter auch acht Verbindungen zwischen Stuttgart, Köln/Bonn, Hamburg und Wien-Schwechat.
Germanwings hat 2013 rund 16 Millionen Passagiere transportiert und 130 Ziele in Deutschland und Europa angeflogen. In Österreich fliegt Germanwings nach Wien, Salzburg und Klagenfurt. Die Fluggesellschaft verfügt über eine Flotte von 76 Flugzeugen und beschäftigt 2.000 Mitarbeiter am Boden und in der Luft.

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