Wilde Szenen mitten in der Wiener City! Am Donnerstagabend sorgte nicht nur das Europacup-Duell zwischen Austria Wien und Beitar Jerusalem für Aufregung. Auch am Stephansplatz eskalierte die Situation: Im Zuge einer Kundgebung der Bürgerinitiative "Dialog Vienna" für "Solidarität mit dem freien Iran und Israel" gerieten mehrere Personen derart heftig aneinander, dass Polizei und Rettung ausrücken mussten.
Nach derzeitigem Stand waren drei Teilnehmer der Kundgebung sowie drei Außenstehende, die sich der Veranstaltung näherten, in den Streit verwickelt. Warum der Streit konkret eskalierte, ist derzeit noch unklar.
Bei "Heute" meldete sich ein Betroffener. Er war Teilnehmer der Kundgebung und erklärte, dass die Attacke von Außenstehenden ausging. Er spricht von einem regelrechten Angriff.
Ein weiterer Augenzeuge – er nahm nicht an der Kundgebung teil – erklärt jedoch, dass eine junge Frau, die gegen die Demo auftrat, "Free Palestine" gerufen haben soll, im Anschluss kam es dann zur Auseinandersetzung.
Auf "Heute"-Nachfrage bestätigte die Wiener Polizei den Einsatz in der City. Neben den Handgreiflichkeiten sei es auch zu einer Sachbeschädigung gekommen. Insgesamt wurden sechs Personen wegen des Verdachts der gegenseitigen Körperverletzung angezeigt. Dabei handelt es sich um zwei Österreicherinnen im Alter von 16 und 18 Jahren, einen 17-jährigen afghanischen Staatsbürger, einen 41-jährigen Iraker sowie zwei Österreicher im Alter von 36 und 63 Jahren.
Besonders heftig erwischte es die 16-Jährige. Sie wurde im Gesicht verletzt und von einem Rettungsdienst erstversorgt. Einen Transport ins Spital lehnte die Jugendliche jedoch ab. Die 18-Jährige verweigerte sogar die notfallmedizinische Erstversorgung.
Wie heftig die Auseinandersetzung gewesen sein dürfte, zeigt auch ein Leserreporter-Video. Darauf ist eine der Jugendlichen mit blutigem Gesicht und Blutspuren auf ihrem T-Shirt zu sehen.
Weitere Ermittlungen und Einvernahmen sollen nun klären, was genau am Stephansplatz passiert ist und wie es zu der Auseinandersetzung kommen konnte.