Streit in Asylunterkunft: Afghane zückte Gabel

Der verurteilte Afghane wird von Polizisten zurück in die Schubhaft geführt.
Der verurteilte Afghane wird von Polizisten zurück in die Schubhaft geführt.Bild: Heute/Steinbacher
Der Streit um ein Bike hatte in einem Asylheim eine Schlägerei ausgelöst. Ein Afghane bedrohte Mitbewohner mit einer Gabel – Prozess.

Flankiert von drei Polizisten wurde der rabiate Asylwerber (19) direkt aus der Schubhaft Richter Markus Grünberger am Landesgericht St. Pölten vorgeführt.

Dem Mann wurde vorgeworfen im Streit um ein Fahrrad einen Mitbewohner bedroht zu haben. Nach Faustschlägen ins Gesicht, rannte der Flüchtling in die Küche, schnappte eine Gabel und setzte angeblich seinem Kontrahenten das Besteck an den Kehlkopf.

Zeugen, welche den Wickel beobachteten, gaben den Brustkorb, andere den Oberarm als Ziel an. Angeblich floss sogar Blut.

Ein Polizist gab an, er habe an keiner Körperstelle Stich- oder Kratzverletzungen feststellen können.

Richter Grünberger nach den Zeugenaussagen zu dem Angeklagten: "Jetzt kenne ich mich nicht mehr aus. Haben Sie mit der Gabel nur herumgefuchtelt oder sie auch angesetzt?"

Antwort es jungen Afghanen: "Ich wollte nur einschüchtern, verletzt habe ich den Mann nicht."

Der schlagkräftige 19-Jährige wurde wegen gefährlicher Drohung und wegen eines versuchten Ladendiebstahles in Wien zu drei Monaten, bedingt auf drei Jahre, verurteilt (nicht rechtskräftig).

Knapper Kommentar nach der Urteilsverkündung von Richter Grüberger: "Die Strafe erleben sie in Österreich nicht mehr, sie kehren ja bald in ihre Heimat zurück."



(ste)

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