In der malerischen Ortschaft Reinsberg bei Gresten (Bez. Scheibbs) herrscht Aufruhr. Im Streit um ein Dorfhaus stellten sich Teile des Pfarrgemeinderates gegen den örtlichen Seelsorger Cornelius Tirkey. Der Gottesmann kündigte daraufhin in der Messe seine Flucht in die Nachbargemeinde an und zog aus dem Pfarrhof aus.
Seit Palmsonntag eskaliert in der Pfarre Reinsberg ein lange schwelender Konflikt. Die Gemeinde möchte ein Dorfhaus errichten, der örtliche Pfarrer Cornelius Tirkey ist gegen das Projekt, hätte die Veranstaltungen lieber im Pfarrhof. 14 Mitglieder des Pfarrgemeinderates unterschrieben daraufhin eine Petition, in der sie eine Aussprache unter Moderation der Diözese St. Pölten verlangten.
Das brachte den kritisierten Gottesmann derart auf, dass er seinen Schäfchen während der Messe öffentlich die Leviten las. Und mehr noch: Pfarrer Tirkey nannte vier Unruhestifter beim Namen und kündigte an, aus dem Pfarrhof auszuziehen und in der Nachbargemeinde Randegg ins Exil zu gehen. Der Obmann des Pfarrgemeinderates stellte sich hinter den Priester, wetterte ebenfalls in der Messe: Wer den Pfarrer aus dem Ort vertreibt, vertreibt auch Gott!
Diese Woche soll der Versuch gewagt werden, die Wogen zu glätten. Ob Pfarrer Tirkey wieder in den verwaisten Pfarrhof zurückkehrt, ist fraglich.