Wien

Streit um Frauentage in Wiener Amalienbad

Badetage nur für Frauen: Das fordert die SÖZ in Favoriten. Kritik kommt von der ÖVP - es handle sich um eine "fehlgeleitete Integrationspolitik".

Heute Redaktion
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Das Amalienbad in Favoriten sorgt für Gesprächsstoff.
Das Amalienbad in Favoriten sorgt für Gesprächsstoff.
viennaslide / picturedesk.com

Ein Antrag der Minipartei SÖZ (Soziales Österreich der Zukunft) in der Favoritner Bezirksvertretung sorgt derzeit für Aufregung. Darin fordert Parteiobmann Hakan Gördü Schwimmtage für Frauen im Amalienbad. SPÖ, Grüne und Neos stimmten für eine Zuweisung des Antrags in die Sozialkommission und überstimmten damit ÖVP, FPÖ und Team HC. 

"Völlig falsch verstandene Toleranz"

Harsche Kritik kommt nun von der ÖVP. "Eine Geschlechtertrennung in öffentlichen Bädern ist dezidiert abzulehnen. Dies ist Ausdruck einer völlig falsch verstandenen Toleranz und spiegelt die fehlgeleitete Integrationspolitik in Wien wider", so Integrationssprecherin Caroline Hungerländer. Diese Entwicklung müsse als große Gefahr für das gleichberechtigte Zusammenleben von Frauen und Männern in Wien gesehen werden.

ÖVP bringt Beschlussantrag ein

In der nächsten Gemeinderatssitzung Ende April plant die ÖVP deshalb, einen Beschlussantrag einzubringen, in dem "eine bedingungslose Gleichstellung von Frauen und Männern sowie ein respektvolles Miteinander der Geschlechter in allen Lebenslagen" eingefordert wird. Dazu zähle auch die Ablehnung der Geschlechtertrennung in öffentlichen Bädern.

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