Eigentlich war der Mann 2013 wegen der ruhigen Landatmosphäre ins bayrische Holzkirchen südlich von München gezogen. Ein Jahr später wurde die Wiese nebenan aber an eine Bäuerin (42) vermietet, die nun dort ihre Kühe grasen lässt. Allen voran die lauten Kuhglocken störten den Nachbarn dermaßen, dass der Streit nun vor Gericht landete.
Sicherheitsabstand
Es ist bereits das zweite Zusammentreffen vor Gericht. Vor zwei Jahren war die Einigung getroffen worden, den Kühen weniger Glocken umzuhängen und einen Abstand von mindestens 25 Metern zum Haus einzuhalten. Das war aber nicht genug. Der Mann will über 100 Dezibel gemessen haben, vergleichbar mit der Lautstärke eines Presslufthammers.
Der Lärm soll Schlafstörungen und Depressionen verursachen. Außerdem seien die Glocken Tierquälerei, der Dung locke krankheitsübertragende Fliegen an und das Haus habe durch die tierischen Nachbarn 100.000 Euro an Wert verloren.
Auch Gemeinde verklagt
Die Bäuerin hingegen argumentiert, dass die Weide schon immer eine landwirtschaftliche Nutzfläche gewesen sei. Doch nicht nur sie befindet sich im Visier des Anrainers. Er hat auch die Marktgemeinde Holzkirchen verklagt, weil sie das Grundstück erst nach seiner Ankunft an die Bäuerin verpachtete. Er habe davor nicht wissen können, dass in Zukunft Kühe vor seiner Tür weiden würden.
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(lu)