Österreich

Streit um Parknutzung

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:13

Der Esperantopark in Wiener Neustadt ist derzeit wieder in aller Munde: Die regierende Stadt-SP will in den kommenden Wochen Liegen für Jugendliche aufstellen lassen. Die VP sieht das als Angriff auf die Anrainer. Diese hätten bereits seit Jahren mit Lärm, Schmutz und Zerstörung nach nächtlichen „Saufpartys“ zu kämpfen.

Im Büro von SP-Bürgermeister Bernhard Müller versteht man die Aufregung um die neuen Parkmöbel nicht: Man wolle die Jugendliche nicht aus dem Park vertreiben, schließlich sei der grüne Erholungsraum nahe der Innenstadt für alle da, argumentiert Bürgermeister-Sprecher Rainer Spenger. Von den neuen Liegen sollen auch die Anrainer profitieren, denn die Sitzmöbel werden vor einer angrenzenden Schule – möglichst weit weg von Wohnhäusern – aufgestellt. Außerdem verspricht die SP den Park mit Polizei und Stadtwache schärfer zu kontrollieren.
VP-Vizebürgermeister Christian Stocker glaubt nicht an die positive, „lenkende“ Wirkung der neuen Liegen. Für ihn ist klar: Wenn man den Jugendlichen auch noch extra Möbel in den Park stellt, werden sie noch lieber und länger dort feiern, ehe sie in der nahe gelegenen Innenstadt Party machen.Lisa Steiner

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