Wien

Streit um Parkplatz endete in Wien mit Bauchstich

Ein 42-Jähriger wartete auf einen Parkplatz – doch als dieser frei wurde, parkte sich ein anderer ein. Der Lenker war so empört, dass er zustach.
Clemens Pilz
02.03.2022, 21:42

Der Wiener Morgenverkehr hat schon viele Autofahrer den letzten Nerv gekostet – einem Kosovo-Albaner brannten im Oktober 2021 aber sämtliche Sicherungen durch: Weil ihm ein Lenker in Liesing die heiß begehrte Parklücke vor der Nase wegschnappte, stieg der 42-Jährige aus, zog ein Messer aus seiner Jackentasche und stach zu.

Der 38-jährige Serbe bemerkte zuerst gar nicht, dass er verletzt war. Erst, als er das Blut sah, erkannte er den Ernst der Lage: Die Klinge war an der linken Seite eingedrungen und hatte einen fünf Zentimeter langen Stichkanal im Bauch hinterlassen.

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Opfer wollte Geld nicht: "Zu wenig!"

Vor Gericht gestand der Angeklagte gestern die Attacke, entschuldigte sich und bot dem Serben 1.500 Euro bar auf die Hand an. Doch der Bauarbeiter lehnte ab: "Das ist nicht genug, ich war zehn Tage im Krankenstand!“ Er will seine Ansprüche jetzt in einem Zivilverfahren durchsetzen. Anwalt Nikolaus Rast konnte es kaum glauben: "Das habe ich auch noch nie erlebt, dass einer kein Geld will!"

Die Richterin ließ schließlich Milde walten, verurteilte den Geständigen zu sechs Monaten bedingt und ermahnte ihn: "Wenn Sie nochmal um einen Parkplatz streiten, gehen Sie aber in den Häfn."

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