Streit um Wegerecht – Stadt klagt nun Hausgemeinschaft

Streit um Wegerecht landete vor Gericht.
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Eigentümer eines Wohnhauses in Zistersdorf sollen auf ein Wegenetz verzichten, pochen aber auf ihre grüne Fläche vor der Haustüre.

Ungewöhnlicher Streitfall im Weinviertel: Der Konflikt zwischen der Stadt Zistersdorf (Gänserndorf) und den Eigentümern von zwölf Wohnungen landete nun sogar vorm Bezirksgericht in Gänserndorf.

Grüne Fläche direkt vor der Haustüre

Auf der Grundstück, einer grünen Fläche, vor dem Gebäude in der Friedensgasse 3 möchte die Gemeinde gerne ein Wohnprojekt vorantreiben. Konkret geht es nun um ein Wegenetz, das so laut Gemeinde rechtlich gar nicht vorhanden ist. In der Klagsschrift heißt es: „Es besteht zu Gunsten der Liegenschaft der beklagten Parteien kein Wegerecht über unsere Grundstücke zu gehen und/oder zu fahren. Dies ergibt sich bereits aus dem unstrittigen Grundbuchstand.“

"Eigens von der Gemeinde errichtet"

Die Betroffenen sehen das anders: Ihr "ersessenes und barrierefreies Wegenetz" sei vor über 50 Jahren eigens von der Gemeinde für die Bewohner errichtet worden, so Betroffener Ronald Heberling. Die Stadt habe auch Asphaltierungsarbeiten getätigt. Im Gegenzug zum Wegerechtsverzicht sollen den Bewohnern 14.000 Euro angeboten worden sein. Ums Geld gehe es den Eigentümern aber nicht, sondern um die Lebensqualität.

Die erste Verhandlung am Bezirksgericht wurde vertagt, im Juni geht es mit einem Lokalaugenschein direkt in Zistersdorf weiter. Bewohner-Anwalt Martin Sohm sieht „gute Chancen“.

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