Strenge Regeln für Discos – dieser Club bleibt zu

Die "Fledermaus" in Wien kann wegen der 2G-Regel nicht öffnen.
Die "Fledermaus" in Wien kann wegen der 2G-Regel nicht öffnen.picturedesk.com
Seit 22. Juli gelten verschärfte Regeln in der Nachtgastronomie. Das Cabaret Fledermaus in der Wiener City bleibt geschlossen.

Am Donnerstag wurden die Regeln für Clubs und Diskotheken wieder verschärft. In den Nachtlokalen gilt nur mehr eine 2G-Regel, das heißt, dass nur noch Geimpfte sowie Personen mit aktuellem negativem PCR-Testergebnis feiern gehen dürfen. Der Test darf dazu ab Probenahme nicht älter als 72 Stunden sein.

Branchensprecher kündigt Klage an

In der Branche hat sich bereits ein Widerstand formiert. Der Grund: Bei Zeltfesten gilt weiterhin die 3G-Regel. Gegenüber der APA kündigte Nachtgastronomen-Sprecher Stefan Ratzenberger bereits eine Klage an: "Wir werden ob der 2G-Regel in der Nachtgastronomie und der 3G-Regel für Zeltfeste den Klagsweg beschreiten", betonte er.

Denn die neuerliche Verschärfung würde vielen Lokalen der Nachtgastronomie ihre wirtschaftliche Basis entziehen. Rund die Hälfte der Betriebe wolle jetzt wieder zusperren, erklärt Ratzenberger.

Das Cabaret Fledermaus in der Wiener City ist davon betroffen. "Leider mussten wir die Entscheidung treffen, unser Lokal "Cabaret Fledermaus" auch im August geschlossen zu halten. Dass gesunde oder genesene Gäste das Lokal ohne PCR-Test nicht mehr betreten dürfen, und auch Heimtests und Tests vor Ort verboten sind, ist inakzeptabel. Ein wirtschaftlich erfolgreiches Arbeiten ist so nicht möglich", heißt es in einem Posting der Diskothek auf Facebook.

Partys wieder im privaten Bereich

Die Betreiber möchten nun Anfang September eine Wiedereröffnung starten. "Österreichweit sehen sich Nachtgastronomen nun mit leeren Diskotheken und Clubs konfrontiert", bedauert auch Ratzenberger. Es fehle außerhalb Wiens noch an kostenlosen PCR-Test-Möglichkeiten und insgesamt an ausreichend Impfterminen für die junge Bevölkerung.

Der Nachtgastronomie-Sprecher befürchtet zudem, dass sich Partys nun wieder in den privaten Bereich verlagern würden. "Leider wurde die Branche im Vorfeld von allen Entscheidungsprozessen gänzlich ausgeschlossen", erklärte Ratzenberger. Natürliche wollen die Nachtgastronomie-Betreiber eine vierte Welle verhindern, stigmatisieren dürfe man sie aber nicht.

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