Strengere Kennzeichnungspflicht für Waffen jetzt fix

Zum Führen von Waffen sind Waffenpass oder Jagdkarte notwendig.
Zum Führen von Waffen sind Waffenpass oder Jagdkarte notwendig.(Bild: picturedesk.com)
Der Nationalrat einigte sich am Mittwoch auf eine strengere Kennzeichnungspflicht für Waffen. Missbräuchliche Verwendung soll so verhindert werden.

Am Abend des 14. Oktobers fasste der Nationalrat noch den Beschluss, eine strengere Kennzeichnungspflicht für Waffen einzuführen. So sollen Schusswaffen sowie einzelne Bauteile künftig leichter rückverfolgbar sein. Dadurch erhofft man sich außerdem eine Vorbeugung und Verhinderung der missbräuchlichen Verwendung.

Einzig und allein die FPÖ protestierte gegen die Regelung. Im Gegensatz zu allen anderen Fraktionen stimmte diese dagegen und forderte von der Regierung, sich stattdessen um den illegalen Waffenimport zu kümmern. Abgeordneter Hannes Amesbauer sieht es als den völlig falschen Weg, ordentliche rechtschaffende Bürger, die den Umgang mit Waffen gelernt haben, zu drangsalieren.

10.000 Euro Strafe

Verstöße gegen die neue Regelung sollen mit Strafen von bis zu 10.000 Euro geahndet werden können. Auch wenn die Details noch bekannt sind, stehen die Ausnahmen schon fest. So sollen Schusswaffen, die bereits vor dem 14. September 2018 besessen wurden, nicht davon betroffen sein. Keine Anwendung finden soll das Gesetz außerdem bei historischen Waffen sowie beim Erwerb durch Streitkräfte, Polizei oder Behörden.

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