Die Wiener Staatsoper legt wieder ihr Balloutfit an. Seit 7.00 Uhr am Dienstag werken rund 500 Arbeiter daran, das Innere des Sangeshauses zum schönsten Ballsaal der Welt zu verwandeln. Und wie immer drängt die Zeit, denn bereits am Mittwochabend bei der Generalprobe muss die Metamorphose der Oper bis auf einige Details abgeschlossen sein. "Insgesamt sind es mehr als 12.000 Arbeitsstunden", sagte Walter Renner von den Bundestheatern.
Die Wiener Staatsoper legt wieder ihr Balloutfit an. Seit 7.00 Uhr am Dienstag werken rund 500 Arbeiter daran, das Innere des Sangeshauses zum schönsten Ballsaal der Welt zu verwandeln. Und wie immer drängt die Zeit, denn bereits am Mittwochabend bei der Generalprobe muss die Metamorphose der Oper bis auf einige Details abgeschlossen sein. "Insgesamt sind es mehr als 12.000 Arbeitsstunden", sagte Walter Renner von den Bundestheatern.
Im Inneren der Oper wird als erstes das Parkett aufgebaut. Rund 170 der zwei Quadratmeter großen Platten müssen jedes Jahr für die Veranstaltung verlegt werden. Um die Neigung des Zuschauerraumes auszugleichen, wird darunter eine Art Gerüst aufgebaut, damit in der Ballnacht eine ebene Tanzfläche bereit steht. "Parallel dazu errichten wir die Bühnenlogen", so Renner. Bis 21.00 Uhr sollten die groben Arbeiten abgeschlossen sein.
Ob alles geklappt hat, erfahren die Verantwortlichen dann am Donnerstag in der Früh. Die umgebaute Oper braucht erst das OK der Behörde, damit die Reichen und Schönen darin tanzen können. "Wir haben dann bis zum Abend Zeit, etwaige Mängel auszubessern", sagte Renner. Renner ist seit 30 Jahren dafür verantwortlich, dass der Umbau der Oper rechtzeitig abgeschlossen ist. "Einmal in 30 Jahren war es knapp, aber geschafft haben wir es bisher immer", freute sich Renner.
Gute Geister helfen im Notfall
Wenn Hosen platzen, Träger reißen oder Stöckel brechen, dann können diese Hoppalas für das jähe Ende einer Ballnacht sorgen. Damit dies am Opernball nicht passiert, gibt es gute Geister, die in solchen Situationen helfen. Ein Schneider, ein Schuhmacher sowie Visagisten und Stylisten stehen dort für den Notfall bereit. Haben die Gäste Probleme mit Frack oder Robe sowie dem Schuhwerk, dann gibt es für sie Hilfe in einer der Damensologarderoben. Dort stehen ein Schuhmacher sowie eine Schneiderin bereit, um kleine Reparaturen durchzuführen. Das Service steht die ganze Ballnacht hindurch kostenlos zur Verfügung.
Soll die Optik auf- bzw. nachgebessert werden, dann ist Frau im neuen Dirigentenzimmer richtig. Im hauseigenen Beautysalon können sie kostenlos verwischtes Make-up auffrischen lassen. Die Visagisten und Stylisten sind ebenfalls die gesamte Ballnacht im Einsatz. Ebenfalls in einer der Damensologarderoben ist ein Foto-Porträt-Studio eingerichtet. Dort können sich Ballgäste ablichten lassen. Die Bilder von der Eröffnung sind ab Mitternacht im Erdgeschoß erhältlich.
Lesen Sie weiter: Film-Diven lassen Oper strahlen Hilary Swank, Mira Sorvino und Gina Lollobrigida - gleich drei weibliche Stars werden dem Opernball am Donnerstag zusätzlichen Glanz verleihen. Die Vorbereitungen auf das Spektakel befanden sich heute, Dienstag, in ihrer heißen Phase. Bereits seit den Nachstunden verwandelten rund 500 Arbeiter die Wiener Staatsoper in den wahrscheinlich schönsten Ballsaal der Welt.
"Wir liegen super in der Zeit. Wir sind nun wirklich gut eingespielt, es läuft wie auf Schiene", sagte . Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass die Gästeliste noch um einen prominenten Namen ergänzt werden könnte. "Überraschungen kann es immer geben, aber die verrate ich natürlich nicht", meinte die Organisatorin. Doch auch ohne weiteren Gast ist der Ball heuer gut besetzt.
Auf Einladung der Investment-Firma Salus Alpha kommt . Nachdem sie bereits am Mittwoch bei der Pressekonferenz und der Autogrammstunde fehlen wird, kann der Baumeister nun auch am Donnerstag alleine mit Sorvino zum Restaurant "Luigi" in Gloggnitz fliegen. "Die Loren - äh die Lollobrigida kommt erst am Donnerstagnachmittag nach Wien", meinte der Baumeister.
"Pompööser" Auftritt von Glööckler
Oscar hin oder her - den wohl pompösesten Auftritt wird haben. Glööckler plant eine "Hommage an Kaiserin Sisi". "Wir reisen in einer kaiserlichen Kutsche an, die von sechs prachtvollen Pferden gezogen und von sechs Lakaien in Rokoko-Kostümen sowie zehn Bodyguards begleitet wird“, kündigte der Designer an. Nicht weniger prunkvoll ist die Entourage des Paradisvogels: Glööckler wird von Xenia "Prinzessin von Sachsen Herzogin zu Sachsen", seinem Lebensgefährten Dieter Schroth, seiner Freundin Rita Schmidt, "Seiner Königlichen Hoheit" Michael "Prinz von Preußen", "Ihrer Königlichen Hoheit" Brigitta "Prinzessin von Preußen" sowie "Ihrer Hoheit die Fürstin von Urach/Gräfin von Württemberg" begleitet.
Angekündigt wurde auch der Besuch des Schauspielers Maximilian Schell, des Ex-Tennisspielers Thomas Muster, von TV-Koch Johann Lafer und des deutschen Models Franziska Knuppe. Unter den Debütanten gibt es ebenfalls prominente Namen: Ihre Opernball-Premiere geben heuer Jennifer Lafer, Tochter von Starkoch Johann Lafer, Milliardärssohn Gianni Stumpf-Schalko und SCS-Erbe Johannes Dujsik.
Politik macht sich beim Ball rar
Das offizielle Österreich macht sich auf dem Ball heuer hingegen eher rar. So muss das Fest etwa Bundeskanzler Werner Faymann (S) entbehren, der bei einem EU-Gipfel in Brüssel das künftige Budget der Union zu beraten hat. Staatsoberhaupt Heinz Fischer lässt sich das Spektakel dafür ebenso wenig entgehen wie Vizekanzler Michael Spindelegger (V). Spindelegger begrüßt in seiner Loge zudem den slowakischen Außenminister Miroslva Lajcak. Im Wahljahr bleiben offenbar selbst eingefleischte Walzer-Fans dem Ball fern. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache lässt ebenso aus wie BZÖ-Obmann Josef Bucher. Grünen-Bundessprecherin Eva Glawischnig wird man ebenfalls nicht zu sehen bekommen.
Die Gäste erwarten erneut ein paar behutsame Neuerungen, mit denen die Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh das Fest wieder ein bisschen hipper machen will. In der ehemaligen Parkettgarderobe wird eine Crystalbar eingerichtet, der Gastronomiebereich auf der Seitenbühne wurde neu gestaltet und um Wartezeiten zu vermeiden, wurde ein zusätzliches Garderobenzelt am Vorplatz in der Operngasse eingerichtet. Auch der Ablauf des Fests hat sich verändert. Anstatt der Mitternachtseinlage gibt es aufgrund der hohen Beliebtheit eine dritte Publikumsquadrille.