Strom für Hanf-Plantage abgezapft – Gehweg wurde Krater

Die Angeklagten (vorne), die Verteidiger Josef Phillip Bischof (hinten rechts) und Harald Schuster (links hinten)
Die Angeklagten (vorne), die Verteidiger Josef Phillip Bischof (hinten rechts) und Harald Schuster (links hinten)Denise Auer
Zwei Wiener sollen Hanf angebaut haben und wollten dafür Strom anzapfen. Dabei stürzte ein illegaler Schacht ein, es entstand enormer Schaden.

Dieser kriminelle Komplott krachte zusammen wie ein Kartenhaus: In Wien-Liesing stürzte im Jahr 2019 eine aufwändige, unterirdische Schachtkonstruktion ein – der öffentliche Gehweg darüber fiel zu einem klaffenden Krater zusammen. Es entstand ein hoher Schaden. Eine Gruppe Männer, darunter ein Akademiker, soll in einer leeren Lagerhalle gegenüber massive Mengen Marihuana angebaut haben. Um den enormen Stromverbrauch, den das verursacht, zu kaschieren, kamen sie auf die illegale Idee, eine Hochspannungsleitung der Wiener Netze anzuzapfen. Sie bohrten einen Mast an, legten Starkstromkabel durch einen extra ausgehobenen, unterirdischen, zwei Meter tiefen Schacht und bauten sogar schon einen Transformator ein.

Plan fiel in sich zusammen

Doch der Plan scheiterte krachend: Alles stürzte ein – und die Sache flog auf. Zwei Verdächtige (mindestens ein Weiterer wird noch gesucht) standen am Mittwoch wegen der Bildung eines verbrecherischen Komplotts vor Gericht. Einer der beiden Verdächtigen soll zudem einen als iPhone getarnten Elektroschocker besessen haben. Phillip Bischof, der den anderen verteidigte, meinte gegenüber "Heute": "Die Beweislage ist äußerst dürftig, ich plädiere bei meinem Mandanten auf Freispruch." Die Verhandlung wurde vertagt, es werden weitere Zeugen benötigt.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account ct Time| Akt:
GerichtDrogenDrogenmissbrauchProzessWienLiesing

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen