Strom wird ab 1. Jänner um 13 Euro monatlich teurer

Die Strompreise in Ostösterreich steigen mit Beginn des Jahres 2022.
Die Strompreise in Ostösterreich steigen mit Beginn des Jahres 2022.Franz Neumayr / picturedesk.com
Mit Beginn des neuen Jahres wird der Strom im Osten Österreichs teurer. Zwölf bis 13 Euro mehr im Monat sind zu erwarten.

Wien Energie, EVN und Energie Burgenland reagieren auf internationale Entwicklungen, deshalb wird der Strom ab 1. Jänner in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland teurer.

Für einen Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) im Jahr kommt es dadurch zu monatlichen Mehrkosten von rund 12 bis 13 Euro inklusive Umsatzsteuer, erklärte die Energie-Allianz, die gemeinsame Vertriebsgesellschaft von Wien Energie, EVN und Energie Burgenland, am Dienstag in einer Aussendung.

Die Preiserhöhungen gelten für alle Produkte ohne detaillierte Preisanpassungsklauseln in den Preisblättern. Erforderlich sei die Preisanpassung wegen der Entwicklung an den internationalen Stromgroßhandelsmärkten und des Anstiegs des Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI) um 84 Prozent binnen eines Jahres, so die Energie-Allianz.

800.000 Haushalte in Wien betroffen

In Wien sind davon rund 800.000 Haushalte (Wien-Energie-Kunden mit Standard-Tarif) betroffen. Ein durchschnittlicher Wiener Haushalt mit 2.000 kWh Jahresverbrauch muss nach Unternehmensangaben mit knapp acht Euro an monatlichen Mehrkosten rechnen.

Bei der niederösterreichischen EVN betrifft die Preiserhöhung alle "Klassikkunden", also knapp 70 Prozent. Bei 3.500 kWh Stromverbrauch im Jahr sind es rund zwölf Euro Mehrkosten inklusive Umsatzsteuer. Zuletzt hatten per Ende November Energie Steiermark und Energie Graz eine Strompreiserhöhung um je 7,9 Prozent angekündigt. Hier zahlt man künftig rund fünf Euro mehr. 

SPÖ drängt auf Maßnahmen

Die SPÖ hat in einer Aussendung auf die Preisentwicklung reagiert. "Strom und Heizen zählen zu den Grundbedürfnissen jedes Menschen. Sie dürfen kein Luxus sein. Niemand darf in Österreich frieren", erklärten Chefin Pamela Rendi-Wagner und Energiesprecher Alois Schroll. Sie fordern die Bundesregierung dazu auf, "die Teuerungswelle effektiv zu bekämpfen und die Menschen durch wirksame Maßnahmen rasch zu entlasten". So soll die von der SPÖ vorgeschlagene Teuerungsbremse endlich umgesetzt werden.

"Die Teuerung ist ein Problem, das alle spüren, aber einige besonders hart trifft. Lösen können wir es nur gemeinsam. Durch die zeitlich befristete Halbierung der Mehrwertsteuer auf Strom und Gas sowie einen eimaligen 300-Euro-Winterzuschuss für Haushalte mit niedrigen Einkommen kann sofort jenen Menschen geholfen werden, die die Teuerung besonders hart trifft", so Rendi-Wagner. Zusätzlich fordert die SPÖ, die Steuerreform vorzuziehen und die ersten 1.700 Euro jedes Einkommens steuerfrei zu stellen.

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