Tirol

Strom zu teuer! Ganze Gemeinden wechseln jetzt Anbieter

Die teuren Strompreise ließen jetzt zwei Ortschaften in Tirol umdenken. Sie wechselten ihren Anbieter und kündigten dem Stromriesen TIWAG den Vertrag.
Christian Tomsits
20.02.2023, 12:19
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Ganze Gemeinden werden jetzt zu "Stromrebellen": Die hohen Preise der TIWAG – "Heute" berichtete – treffen auch öffentliche Stellen. In Dölsach (T) beschloss man daher kurzerhand drastische Maßnahmen: "Uns hat das Angebot der TIWAG erreicht, dass wir beim Strom mit dem Achtfachen des Arbeitspreises rechnen müssen. Dann haben wir uns nach Alternativen umgesehen", erklärte Bürgermeister Martin Mayerl dem "ORF".

Eigentlich hatte der Ortschef gehofft, mit dem Landesanbieter günstigere Tarife aushandeln zu können. Doch dem erteilte der Konzern eine klare Absage. Daher wechselt die Gemeinde nun zu einem Kärntner Öko-Strom-Anbieter, spare sich so 20.000 Euro. "Wir haben auf die Gemeindebürger zu schauen. Sonst müssen wir auch jeden Euro umdrehen, da sind 20.000 Euro viel Geld, das man für Vereine oder andere Projekte ausgeben kann", meinte Mayerl, der den liberalen Strommarkt hier als Segen sieht.

Auch in der Gemeinde Amlach bekommt man seit 1. Jänner Strom aus Kärnten geliefert. Hier plane man außerdem auch noch eine Photovoltaikanlage. Der Amlacher Bürgermeister Stefan Clara zeigte sich via ORF optimistisch: "Wir sind kein großes Dorf und brauchen demnach nicht Unmengen an Kilowatt, um das hinzukriegen. Das Ziel ist es, so viel Strom zu produzieren, wie wir brauchen."

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