Ärgerliche Panne: Kurz nach der Abfahrt am Westbahnhof blieb der Westbahn-Zug nach Salzburg liegen. Die rund 400 Passagiere mussten aussteigen – Sauerstoffmangel!
Stundenlanges Warten statt entspannt nach Salzburg zischen: Um 10.43 Uhr verließ der Westbahn-Zug nach Salzburg den Westbahnhof. Kurz vor Hütteldorf war aber schon Endstation, wie "Heute"-Leser Dom K. berichtet: "Wir blieben auf offener Strecke stehen, 20 Minuten lang passierte nichts. Dann endlich kam die Durchsage, dass es sich um ein Stromgebrechen handelt und ein Abschlepp-Zug unterwegs sei", schildert er.
Abschlepp-Zug kam nicht vom Fleck
Doch: Der Abschlepper war zu schwach, nichts rührte sich. Ein Zweiter wurde angefordert. Die Passagiere mussten sitzen bleiben. "Aber nicht lange, denn inzwischen hatte sich die Luft und die Sauerstoff-Situation in den Waggons derart verschlechtert, dass wir alle aussteigen mussten. Das Gepäck sollten wir im Zug lassen", so K.
Das war gegen 12.30 Uhr. Die Passagiere mussten zu Fuß zum Bahnhof Hütteldorf gehen, dort auf die nächsten Züge warten. "Das ist alles sehr grotesk hier", ist der "Heute"-Leser sauer. Entgegen der Durchsage hatte er sein Gepäck mitgenommen. "Und gut war's, denn die Polizei hat jetzt die Koffer und Taschen aus dem Zug in Gewahrsam genommen. Wer weiß, wann die Leute ihre Sachen wiederkriegen…" Gegen 13.10 Uhr ging es dann für Dom K. und die restlichen Passagiere mit dem Folgezug weiter.
Passagiere haben Anspruch auf Entschädigung
Westbahn-Sprecherin Ines Volpert zu "Heute": "Es stimmt, es kam kurz vor dem Bahnhof Hütteldorf zu einem Stromgebrechen. Wir wollten den Zug in den Bahnhof schleppen lassen, was aber misslang. Nach etwa zwei Stunden wurden die Fahrgäste von den Einsatzkräften evakuiert. Sie haben natürlich Anspruch auf gesetzliche Entschädigung." (ck)