Der Verbund hat beim Strompreis den ersten Schritt gemacht. Seit März gelten beim Österreich-Tarif neue Preise. Für Privatkunden bedeutet das, dass sie im ersten Jahr rund 12 Cent brutto pro Kilowattstunde zahlen. Jetzt auch bei den Stromversorgern in Oberösterreich Bewegung rein.
In drei Wochen, also Anfang Mai, zieht die Energie AG nach und senkt ihre Strompreise. Der neue Tarif heißt "Feel Good Energie" und soll ebenfalls etwa 12 Cent pro Kilowattstunde kosten. Und: Die Linz AG verlängert ihre Preisgarantie bis Ende September, wie der ORF berichtet.
Fast vier Jahre lang wurden die Strompreise nicht mehr angehoben. Wie sich das aktuelle Gerangel um die günstigsten Tarife auswirkt, wird man Ende Mai sehen. Bis dahin müssen die Anbieter der E-Control melden, wie viele Kunden tatsächlich den Stromlieferanten gewechselt haben.
Mehr Wettbewerb soll die Strompreise in Österreich weiter drücken. Laut Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) ist der Anbieterwechsel dabei der wichtigste Hebel: Wer regelmäßig Tarife vergleicht und wechselt, kann mehrere hundert Euro im Jahr sparen. Je mehr Haushalte das tun, desto stärker komme der Wettbewerb in Gang – und desto günstiger werden die Preise.
Noch sind viele Österreicher allerdings zurückhaltend. 2025 wechselten rund 283.000 Haushalte ihren Stromanbieter, die Wechselrate liegt bei nur 5,4 Prozent. Dabei zeigt der Strompreismonitor: Allein in der Steiermark sind Einsparungen von bis zu 370 Euro jährlich möglich. Künftig sollen klarere Infos auf der Stromrechnung den Wechsel zusätzlich erleichtern.