Mehr als 40 Bewohner der Wohnanlage Otto-Probst-Straße/Fürstenhofstraße in Favoriten stehen unter Hochspannung: Denn Anfang März wurden die Stromabrechnungen mit unglaublichen Zahlen zugestellt.
Bei Familie P. hat sich der Verbrauch im letzten Jahr vervierfacht, bei den Nachbarn liegen die Steigerungen zwischen 204 und 31 Prozent. "Mein Lebensstil hat sich nicht verändert", ist Sabine Maritsch verzweifelt. Ihr Stromverbrauch hat sich in einem Jahres verdoppelt. "Bei Beschwerden wird man rumgereicht. Dann wurde mir eine Ratenzahlung angeboten", ist die Favoritnerin empört.
Auf "Heute"-Nachfrage wird man bei den Wiener Netzen etwas konkreter: "2012 wurde durch eine Firma der Zählerstand schlampig abgelesen. Zu niedrig, dadurch ist die Steigerung jetzt höher als üblich", wird erklärt. Unbefriedigend für die Mieter: Denn wie es zum Mehrverbrauch von bis zu 265 Prozent kommt – diese Antwort bleibt man schuldig.