Stronach sind die Wähler davongelaufen

Mit Todesstrafe und seinen Diensten fürs Land konnte Unternehmer Frank Stronach nicht punkten: Der Austro-Kanadier hat laut Hochrechnungen nur 5,7 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen können. Fürs Parlament hat?s aber gereicht.

Mit Todesstrafe und seinen Diensten fürs Land konnte Unternehmer Frank Stronach nicht punkten: Der Austro-Kanadier hat laut Hochrechnungen nur 5,8 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen können. Fürs Parlament hat´s aber gereicht.

Viel Geld für wenig Stimmen: So lässt sich Stronachs Ergebnis im Wahlkampf 2013 mit wenig Worten beschreiben. Der 81-Jährige hatte mit schrägen TV-Auftritten, oben-Ohne-Bildern und den Einsatz von Schlagerstars wie Helene Fischer und Dieter Bohlen nicht wirklich viele Wähler auf sich vereinen können.

Am Wahlsonntag zeigte sich Stronach bei seinem Urnengang in Oberwaltersdorf noch optimistisch: "Alles fängt mit einer Idee an." Bei der nächsten Wahl werde man dann schon "sehr viele Stimmen" bekommen.

"Großer Erfolg"

Für Team Stronach-Klubobmann Robert Lugar sind die ersten Hochrechnungen "ein großer Erfolg", obwohl die Partei in den Hochrechnungen nur bei 5,8 Prozent liegt. Das Team Stronach habe sich mehr als verdoppelt, man habe nun voraussichtlich über zehn Abgeordnete, so Lugar in einer ersten Reaktion. Wermutstropfen: Man habe die rot-schwazre Mehrheit nicht brechen können. Jetzt wolle man mit frischen Wind mitregieren: "Wenn sich Parteien finden, sind wir dabei", so Lugar.

Auch Wahlkampfleiter Tillmann Fuchs zeigte sich "sehr zufrieden" mit den ersten Hochrechnungen. "In zwölf Monaten in drei Landtage und den Nationalrat einzuziehen, ist wirklich ein großer Erfolg."

Auch Namensvetter flüchteten

Sogar in der Osttiroler Gemeinde "Iselsberg-Stronach" hat am Wahlsonntag die Unterstützung für den Namensvetter nachgelassen. Im Gegensatz zur Tiroler Landtagswahl vom April, als noch 17 Prozent (49 wähler) für den Milliardär gestimmt hatten, wählten bei den bundesweiten Wahlen nur mehr 34 Stimmberechtigte (13,2 Prozent) für den Namensvetter. Vor Stronach lag die ÖVP (34,6 %), SPÖ (17,9 %),  FPÖ (17,1 %).

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