Politik

Stronach-Vizeklubchefin wirft Lindner Geldgier vor

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:43

Die Stronach-Vize-Klubobfrau des Team Stronach, Waltraud Dietrich, ist sauer auf Monika Lindner: Sie bezeichnete deren Entscheidung, das Nationalratsmandat nun doch - als "freie Abgeordnete" - anzunehmen, als "demokratiepolitisch schwer bedenklich und eine Verhöhnung des Parlamentarismus". Dietrich warf der früheren ORF-Chefin vor, dass sie das Mandat hautpsächlich aus finanziellen Interessen angetreten habe.

Die Stronach-Vize-Klubobfrau des Team Stronach, Waltraud Dietrich, ist sauer auf Monika Lindner: Sie bezeichnete deren , als "demokratiepolitisch schwer bedenklich und eine Verhöhnung des Parlamentarismus". Dietrich warf der früheren ORF-Chefin vor, dass sie das Mandat hautpsächlich aus finanziellen Interessen angetreten habe.

Lindner hatte am dritten Listenplatz des Team Stronach kandidiert, und sich folglich im Wahlkampf nicht engagiert. "Wenn Lindner sich jetzt plötzlich doch als freie Mandatarin ihren Sitz im Nationalrat fürstlich entlohnen lässt, dann ist das keine Form von Anstand und Charakter", findet Dietrich. Die anderen Kandidaten hätten für den Wahlerfolg gekämpft.

"Offensichtlich, worum es ihr wirklich geht"

Dietrich vermutet finanzielle Motive hinter Lindners Entscheidung: "Wenn , ob sie neben ihrer ORF-Pension von kolportierten 10.000 Euro  auch ein Nationalratsgehalt von über 8.000 Euro beziehen kann, dann ist offensichtlich, worum es ihr wirklich geht." Das sei "menschlich zutiefst enttäuschend und moralisch verwerflich", meinte Dietrich.

Team Stronach-Chef Frank Stronach, der derzeit wieder in Kanada ist, erklärte zu Monika Lindners Entscheidung, ihr Mandat als "freie Abgeordnete" anzunehmen: "Es ist, wie es ist. Ich bin nicht verärgert, ich bin höchstens enttäuscht. Aber auch da wird es darauf ankommen, wie sie sich benimmt." Stronach hofft, dass eine Zusammenarbeit möglich ist: "Vielleicht hat sie mit Kathrin Nachbaur ausgemacht, dass sie unsere Anträge im Parlament unterstützt."

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