Wacholder, Orangenschalen, rosa Pfeffer, Apfel und Zimt sind nur einige der Zutaten, die Alexander Höftberger für seinen Gin verwendet. Das Besondere an seinem Getränk ist aber etwas anderes: Der Gin wird aus Brot hergestellt, das sonst weggeworfen werden würde.
Der Student nutzte für seine Arbeit das Labor des Campus Wieselburg der Fachhochschule Wiener Neustadt, wo er Lebensmittelproduktentwicklung & Ressourcenmanagement studiert. Studierende lernen hier unter anderem, wie Spirituosen, Bier, Leberkäse oder auch Joghurt hergestellt werden. Dabei wird stets der Aspekt der Nachhaltigkeit betont - so kam Höftberger die Idee zum "Brotginsky".
Das alte Brot bezieht Höftberger von einem Studienkollegen. „In Österreich landet durchschnittlich jedes fünfte Brot im Müll. Doch für den Mistkübel ist unser Brot eindeutig zu schade“, sagt Moritz Aschauer, der eine Bäckerei in Pabneukirchen in Oberösterreich betreibt und den Gin herstellt und verkauft. Die beiden kennen sich vom Studium, denn Aschauer studiert Produktmarketing & Projektmanagement am Campus Wieselburg.
"Damit ist es uns möglich, beinahe das gesamte unverkaufte Brot weiter zu verarbeiten", sagt Aschauer. Für das Design der Etiketten auf den Flaschen ist Designer Jürgen Undeutsch verantwortlich; ebenfalls Mitarbeiter der Fachhochschule. Neben Brotginsky gibt es auch schon „Brotka“ (Wodka) und „Brotuzo“ (Ouzo) aus Altbrot.