Die Geschworenen urteilten einstimmig: Philipp Korotin hat seine Freundin Steffi P. (21) durch 200 Messerstiche ermordet, zerstückelt und die Leichenteile im Müllraum seiner Wohnung in Wien entsorgt.
Der Ex-Jusstudent (28) wurde 2011 rechtskräftig mit lebenslanger Haft bestraft. Im Gefängnis Stein beteuert er bis heute seine Unschuld. Jetzt ist aber wohl sein letzter Hoffnungsschimmer verblasst. Denn mithilfe von Topanwalt Niko Rast wollte Korotin den Fall neu aufrollen.
Größter Trumpf: Wegen seiner Gelenksarthrose hätte der Verurteilte gar nicht 200 Mal zustechen können. Für die Justiz nicht überzeugend, weil Korotin zugab, schwere Leichenteile aus der Wohnung geschleppt zu haben. Auch behauptete Ermittlungsfehler und ein Privatgutachten über Korotins "abnorme Alkoholreaktion" (im Delirium nicht tatfähig) griffen nicht. Am Donnerstag wurde der Wiederaufnahme-Antrag abgelehnt.