In manchen Situationen im Alltag ist das Risiko sich mit dem Coronavirus zu infizieren, deutlich erhöht. Welche drei Tätigkeiten insbesondere zu Gefahrenzonen werden, erklären Forscher in einer neuen Untersuchung.
Ein Team spanischer Wissenschaftler der Universität Granada und der Andalusian School of Public Health hat herausgefunden, dass Personen diverser Gruppen um bis zu 78 Prozent anfälliger für eine Covid-19-Infektion sind.
Die drei Aktivitäten, die eine Ansteckung weit wahrscheinlicher machen, sind demnach mit einem Infizierten zusammenzuleben (+60%), im Büro zu arbeiten (+76%) und Hunde auszuführen (78%). Letzteres bedeutet für Hundebesitzer eine höhere Gefahr. Die Forscher vermuten, dass Hunde sich mit dem Coronavirus infizieren, es weiter verbreiten und ihre Besitzer sich dann über kontaminierte Oberflächen anstecken. Auch die Verwendung von Lieferservices (etwa für Lebensmittel) soll das Risiko steigern. Das Desinfizieren von gekauften Produkten soll hingegen die erfolgreichste Methode gegen das Virus sein.
Die Wissenschaftler befragten 2.086 Personen in Spanien (41 Prozent davon zwischen 40 und 54 Jahren) nach ihren Aktivitäten während der Corona-Pandemie und ob sie sich mit Covid-19 infiziert hatten. Nach dem Vergleich der Daten zeigte sich, dass 4,7 Prozent der Probanden (98 Personen) sich in Verbindung mit den genannten Aktivitäten angesteckt hatten.
Die Studie wurde im Fachjournal Environmental Research veröffentlicht.