Weite Teile des Krimis um die aus dem Marchfeld-Kanal gefischten Leichenteile sind nun endlich gelöst. Wie berichtet, entdeckte zuerst ein Fischer am 13. Jänner einen linken Fuß. Oberst Gerhard Winkler, Leiter des Ermittlungsdiensts im Landeskriminalamt Wien, und Staatsanwältin Nina Bussek berichteten am Freitag in einer Pressekonferenz über neue brisante Details.
Der 38-jährige Tatverdächtige zeige sich demnach vollinhaltlich geständig. Zwischen ihm und dem Opfer gab es auffallende Geldflüsse. Knackpunkt waren letztlich 9.000 Euro, die das Opfer vermeintlich unterschlagen haben soll. Die Beiden hatten ein gemeinsames Transportunternehmen gegründet, für das der 45-Jährige sogar seinen guten Job bei den Wiener Linien aufgab.
Die Tatwaffe ist ein Latthammer, der kurz zuvor bei einem Baumarkt gekauft wurde. Der 38-Jährige legte ihn nach der Tat auf ein Baustellenfahrzeug in der Hoffnung, dieses fahre mit diesem davon. Doch dem war nicht so. Stattgefunden hat das tödliche Streitgespräch in der Wohnung des Opfers in Wien-Hietzing.
Die Familie des Opfers schöpfte rasch verdacht. Als der Täter dann mit dem Handy des Ermordeten Nachrichten an dessen Familie schickte, merkte diese sofort, dass sie von wem anderen geschrieben wurden. Wie die Leiche zum Marchfeldkanal kam, ist indes noch unklar. Es gibt allerdings eine Adresse in Floridsdorf, zu der der Täter ein Naheverhältnis hat.
Kurz nach der Verhaftung habe sich der Iraner schuldig bekannt. Er kam 2015 nach Österreich und ist Asylberechtigt, das Opfer kam erst 2018 und war ebenfalls Asylberechtigt.