Die ersten Deals sind fix, heiße Gerüchte kursieren. Die Top-Klubs der Bundesliga nützen den Sommer, um für zusätzliche Torgefahr zu sorgen.
Rapid schlug gleich mehrfach zu, wird mit einem Top-Talent in Verbindung gebracht. Die Austria holte den Torjäger der zweiten Liga, wildert womöglich bei der Konkurrenz. Beim LASK tut sich möglicherweise eine große Lücke auf - der angebliche Transfer-Coup entpuppt sich als Ente.
Das Stürmer-Karussell im Überblick:
Rapid-Sportdirektor Zoki Barisic hat bereits einige Transfers unter Dach und Fach bringen können. So werden zur neuen Saison unter anderem die Offensivspieler Guido Burgstaller und Ante Bajic das Trikot der Hütteldorfer überstreifen. Die Fix-Verpflichtung des Niederländers Ferdi Druijf dürfte noch am heutigen Dienstag offiziell gemacht werden.
Im Gegenzug verließ der Japaner Koya Kitagawa die Wiener. Der 25-Jährige konnte die Erwartungen nie erfüllen und wechselt zurück in seine Heimat.
Während bei Rapid einige Kaderbaustellen geschlossen werden konnten, wartet auf LASK-Sportdirektor Radovan Vujanovic noch eine Menge Arbeit. Nach dem Abgang von Christoph Monschein zum Lokalrivalen Ried klafft im Sturmzentrum der Oberösterreicher ein großes Loch.
An Eigenbauspieler Marko Raguz sollen neben der Wiener Austria, auch Vereine aus dem Balkan Interesse zeigen. Der 24-Jährige galt bei den Linzern lange als Versprechen für die Zukunft, fand in der letzten Saison allerdings kaum zu alter Stärke. Neben einem Kreuzbandriss wurde der Stürmer von weiteren Verletzungen und einer Covid-Infektion zurückgeworfen. Ein Tapetenwechsel könnte Raguz helfen, seiner Karriere neuen Schwung zu verleihen.
Leih-Rückkehrer Tobias Anselm könnte den Athletikern ebenfalls abhanden kommen. Der Offensiv-Spieler war die vergangenen beiden Saisonen an die WSG Wattens verliehen. Bei den Tirolern zeigt der 22-Jährige bis zu seiner Kreuzbandverletzung, ansprechenden Leistungen. Sturm Graz soll Interesse an einer Verpflichtung zeigen. Anselm könnte damit einen möglichen Abgang von Top-Spieler Jakob Jantscher vergessen machen. Der Routinier wurde in den letzten Monaten immer wieder mit einem Transfer in die USA oder in den arabischen Raum in Verbindung gebracht.
Adrian Grbic wurde beim LASK als möglicher Neuzugang gehandelt. Der Frankreich-Legionär war zuletzt von Stammverein Lorient in die Niederlande zu Vitesse Arnheim verliehen, erzielte dort in 16 Liga-Spielen nur einen Treffer. Gegenüber "Spox" dementierte der 25-Jährige Kontakt zu den Linzern gehabt zu haben.
Austria Wien konnte bereits früh den Wechsel von Zweitliga-Stürmer Haris Tabakovic fixieren. Der Schweizer kommt von Aufsteiger Austria Lustenau nach Favoriten. Bei den Vorarlbergern konnte der 28-Jährige in 48 Spielen unglaublich 46 Tore und elf Assists verzeichnen. Tabakovic soll das Offensiv-Spiel der Schmid-Elf flexibler machen und eine Alternative zu Marco Djuricin darstellen.
Die WSG-Wattens war eine der großen Überraschungen der vergangenen Saison. Allen voran Juventus-Leihspieler Giacomo Vrioni sorgte mit 19 Treffern mächtig für Furore. Der Albaner konnte sich gemeinsam mit Salzburg-Superstar Karim Adeyemi die Torjägerkrone sichern.
Nicht nur der wenig überraschende Abgang des 23-Jährigen muss von den Tirolern kompensiert werden. Die beiden LASK-Leihspieler Thomas Sabitzer und Tobias Anselm kehren zu ihrem Stammverein zurück. Sportchef Thomas Köck bewies in der Vergangenheit ein glückliches Händchen bei Offensiv-Transfers, konnte auch Kelvin Yeboah und Niklas Baden Frederiksen zu den Tirolern holen, die jeweils die Liga aufmischten.
Mit dem 28-jährigen Lautaro Rinaldi konnten die Tiroler bereits einen neuen Stürmer präsentieren. Bleibt abzuwarten ob der Argentinier sich ähnlich treffsicher zeigt wie die letzten Stürmer-Transfers der WSG...
Um den Abgang von Top-Star Karim Adeyemi zu Borussia Dortmund vergessen zu machen, verpflichten die Bullen den Brasilianer Fernando. Der 23-Jährige kommt von Shaktar Donetsk mit der Empfehlung von fünf Toren und zwei Vorlagen in sieben Ligaspielen in die Mozartstadt. Für den neuen Knipser überweist der aktuelle Meister sechs Millionen Euro in die Ukraine.