Österreich

Sturm fegte mit fast 100 km/h über Österreich

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:53

Mit einer kleinen Kaltfront hat sich eine starke "Druckwelle" über Österreich aufgebaut. Das Resultat: Heftige Windböen brausten über unser Land und fegten die letzten Regenwolken weg. Jetzt kommt die Sahara-Hitze!

Mit einer kleinen Kaltfront hat sich eine starke "Druckwelle" über Österreich aufgebaut. Das Resultat: Heftige Windböen brausten über unser Land und fegten die letzten Regenwolken weg.

Am Freitag verzeichneten die Meteorologen des Wetterdienstes "Ubimet" in der Wiener City Windgeschwindigkeiten von bis zu 65 km/h. Die höchsten Böen wurden in Niederösterreich gemessen: Am Feuerkogel erreichte der Wind 97 km/h, auf der Rax 94 km/h. Auch im Donauraum war der Wind kräftig: 76 km/h verzeichneten die Experten.

"Der Wind flaut bis Freitag Nacht ab, dann steigen die Temperaturen weiter", prognostiziert Martin Schreter von Ubimet. Das wird auch höchste Zeit: Ungewöhnlich lange ließ der Sommer in diesem Jahr auf sich warten. Ab Sonntag nimmt er dabei richtig Fahrt auf und so beschert er uns laut Ubimet in der ersten Hälfte der neuen Woche sogar verbreitet Temperaturen weit jenseits der 35 Grad-Marke. Am Wochenende müssen wir - auch in Wien - aber noch mit einzelnen Gewittern rechnen.

Luft aus der Sahara

„Der Ursprung der Hitzewelle findet sich über dem afrikanischen Kontinent“, so Meteorologe Andreas Meingaßner von Ubimet. Ein Tief über dem Golf von Biskaya steuert an seiner Vorderseite nämlich Luft von der Sahara auf direktem Weg Richtung Mitteleuropa. Dabei wird es von Tag zu Tag heißer. „Ab Dienstag ist bei nahezu strahlendem Sonnenschein somit mancherorts schon mit 35 Grad zu rechnen“, so der Meteorologe weiter. Die Gewittergefahr bleibt zudem gering, nur über dem Bergland können sich ganz vereinzelt kräftige Wärmegewitter bilden.

Temperaturrekorde in Gefahr

Noch wärmer wird es dann am Mittwoch und am Donnerstag, an dem stellenweise sogar bis zu 37 oder 38 Grad zu erwarten sind. Mit teils föhnigem Südwind zeichnen sich die Spitzenwerte dabei im ober- und niederösterreichischen Alpenvorland sowie im Flach- und Hügelland Ostösterreichs ab. Zumindest an der einen oder anderen Wetterstation werden dann wohl neue Junirekorde zu verzeichnen sein, auch einzelne Allzeitrekorde sind aber nicht ganz auszuschließen. Und auch in den Nächten bleibt es durchwegs warm mit Tiefstwerten um oder teils auch über 20 Grad.

Pralle Sonne meiden

Mit dem Sonnenschein ist aber auch die UV-Belastung nicht zu verachten. Bereits für kurze Aufenthalte in der prallen Sonne ist ausreichender Sonnenschutz durch Sonnencreme und Kopfbedeckung ratsam. Zudem muss auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Entspannung Ende der Arbeitswoche

„Ein voraussichtliches Ende der extremen Hitzewelle kündigt sich für den Donnerstagabend an“, so Meingaßner. Damit verbunden steigt von Westen her auch die Wahrscheinlichkeit für teils heftige Gewitter. „Wirklich kalt wird es aber auch am Freitag nicht, denn die Temperaturen nähern sich aus derzeitiger Sicht den langjährigen Mittelwerten an“, so der Meteorologe. Perfektes Wetter fürs , also!

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