Millionen sind fix

Sturm kickt Hearts raus: "Davon träumt man als Kind"

Sturm Graz steigt in der Champions-League-Qualifikation auf. Die Grazer gewannen auch das zweite Duell mit Schottland-Klub Heart of Midlothian – 2:0.
Sport Heute
28.07.2026, 22:58
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Dabei war es vor 20.000 Fans in Edinburgh ein Doppelschlag, der in der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League endgültig für klare Verhältnisse gesorgt hatte. Simon Seidl (64.) und Emran Soglo (68.) netzten in gerade einmal vier Minuten, legten nach einer soliden ersten Halbzeit die Partie endgültig auf Eis für die Grazer.

Schon das Hinspiel hatte Österreichs Tabellen-Zweiter der letzten Saison gegen den schottischen Vizemeister mit 4:0 für sich entschieden. So steht der Gesamtscore von 6:0 und zwei wichtige Erfolge – auch für die Fünfjahreswertung. "Das Hinspiel war schon magisch, das haben wir 4:0 gewonnen. Jetzt gewinnt man hier 2:0. Das sind die Spiele, von denen man als Kind träumt, hier in Schottland, wo der Fußball so gelebt wird", lachte Seidl. "Ich habe noch nie international gespielt, richtig cool", schob Seidl an. Und analysierte: "Jeder hat von Anfang an 100 Prozent Gas gegeben. Das war auch wichtig. Wenn man da nicht mit der letzten Schärfe hineingeht, kann immer etwas passieren. Aber so haben wir nichts zugelassen und vorne die Dinger reingehaut", so der Bruder von Rapid-Kapitän Matthias Seidl.

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In der dritten Qualifikationsrunde geht es nun gegen den Sieger des Duells Fenerbahce Istanbul gegen Polen-Klub Gornik Zabrze. Das Hinspiel hatten die Türken mit 1:0 für sich entschieden. Klar ist aber schon jetzt: Die Grazer haben zumindest die Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase fix und damit jedenfalls ein Startgeld in der Höhe von 4,5 Millionen Euro.

Doppelschlag bringt den Sieg

Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch hatte im anfänglichen schottischen Regen auf dieselbe Elf gesetzt, die bereits im Hinspiel für Furore gesorgt hatte, also auch die Neuzugänge Jürgen Heil und Seidl aufgeboten, genauso wie die beiden Talente Jakob Peter Hödl und Luca Weinhandl.

Die Grazer gingen es zunächst ein bisschen abwartender an, jubelten in der 28. Minute aber über den vermeintlichen Führungstreffer durch Seedy Jatta, der von Seidl freigespielt aus sechs Metern nur noch einschieben musste (28.). Der Treffer zählte aber nach einem vermeintlichen Jatta-Rempler in der Entstehung nach VAR-Überprüfung nicht – eine schmeichelhafte Entscheidung zugunsten der Schotten. Schon davor hatte Sturmpartner Szymon Wlodarczyk nach einem haarsträubenden Bock in der Hearts-Hintermannschaft den Ball völlig unbedrängt nicht an Alexander Schwolow im Tor der Schotten vorbeigebracht (16.), Jatta selbst verzog (24.). Auf der Gegenseite hatten Albert Vallci und Jeyland Mitchell in höchster Not und mit etwas Slapstick klären müssen (42.).

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Sturm zunächst die gefährlichere Chance auf seiner Seite. Dank des eingewechselten Stuart Findlay, der einen Jatta-Freistoß aufs eigene Tor lenkte, Schwolow parieren konnte (52.). Calvin Miller aufseiten des schottischen Vizemeisters zwang Daniil Khudyakov in der 58. Minute erstmals zum Eingreifen. Den Kopfball von Oisin McEntee musste Wlodarczyk dann von der Linie kratzen (63.).

Auf der Gegenseite sorgte Seidl dann für die so hochverdiente 1:0-Führung der Grazer mit einem wuchtigen Schuss ins lange Eck (64.). Den Abschlag von Khudyakov verlängerte Jon Gorenc Stankovic per Kopf direkt zum Neuzugang, der sofort abzog. Damit war der Bann gebrochen. Denn Soglo schloss eine sehenswerte Kombination im zweiten Versuch zum 2:0 ab (68.), den ersten Abschluss hatte Schwolow noch pariert.

Die Hearts versuchten dann noch, zumindest den Ehrentreffer zu erzielen, doch den Schuss von Pierre Landry Kabore blockte Mitchell in der 85. Minute.

red,Akt. 28.07.2026, 22:59, 28.07.2026, 22:39