Nachdem erst vor wenigen Tagen ein verheerendes Unwetter für Chaos in Niederösterreich gesorgt und etwa in Schrattenberg (Bezirk Mistelbach) rund 300 Häuser zerstört hatte, zog am Dienstagabend der nächste Sturm über das Bundesland. Bis ca. 22 Uhr waren es bereits über 100 Sturmeinsätze für die vielen heimischen Feuerwehren, in den Nachtstunden kamen dann noch Dutzende dazu.
Betroffen waren diesmal vor allem die Bezirke Amstetten, Melk, Krems und St. Pölten. Alleine im Bezirk Amstetten waren 40 Feuerwehren im Einsatz. Dort entwurzelte der starke Wind zahlreiche Bäume, die teils auf Stromleitungen fielen, deckte Häuser ab.
Im Bezirk St. Pölten sorgte das Unwetter sogar für einen Brand. In Rammersdorf geriet ein längst gelöschtes Sonnwendfeuer wieder in Brand. Die Feuer wurde rechtzeitig darauf aufmerksam und konnte Schlimmeres verhindern.
Allgemein fiel das Unwetter diesmal nicht ganz so schlimm wie erwartet aus. Die Feuerwehren hatten bereits mit ähnlichen Auswirkungen wie zuletzt gerechnet. Die bisherigen Katastrophengebiete Schrattenberg und Allentsteig blieben diesmal weitestgehend verschont.
In Schrattenberg konnten Bundesheer und Feuerwehr am Mittwoch ihren Katastropheneinsatz gar beenden. Während des Katastrophenhilfseinsatzes waren dort 824 Feuerwehrmitglieder mit 193 Fahrzeugen im Einsatz. Dabei konnten 310 Objekte gesichert und abgedeckt werden.