Am Freitag startet im nordspanischen Baskenland das 62. Internationale Filmfestival von San Sebastian (19. bis 27. September). Am offiziellen Wettbewerb um die Goldene Muschel nimmt in diesem Jahr auch der österreichische Regisseur Michael Sturminger mit seinem Film "Casanova Variations" teil.
Am Freitag startet im nordspanischen Baskenland das 62. Internationale Filmfestival von San Sebastian (19. bis 27. September). Am offiziellen Wettbewerb um die Goldene Muschel nimmt in diesem Jahr auch der österreichische Regisseur Michael Sturminger mit seinem Film "Casanova Variations" teil.
sowie die Sänger Jonas Kaufmann und Florian Boesch zu sehen sind, feiert auf dem spanischen A-Festival am kommenden Montag seine Weltpremiere. Der Kinostart in Österreich ist für den 25. Dezember geplant. Der Film basiert auf dem 2011 im Wiener Ronacher von Sturminger uraufgeführten Musiktheaterstück "The Giacomo Variations", in dem Hollywoodstar Malkovich bereits den alternden Casanova verkörperte.
Sturmingers Konkurrenz um die Goldene Muschel ist hochkarätig: Der deutsche Regisseur Christian Petzold feiert in der nordspanischen Küstenstadt die Europapremiere seines neuen Films "Phoenix", mit dem er an den internationalen Erfolg seines letzten Streifens "Barbara" anschließen will. Auch der Franzose , der bereits im vergangenen Jahr in San Sebastian für "In ihrem Haus" die Goldene Muschel erhielt, ist in diesem Jahr wieder mit seinem neuen Film "The new girlfriend" im Rennen.
Der dänische Oscar-Gewinner Bille August geht mit dem Sterbehilfe-Familiendrama "Silent Heart" an den Start, während die französische Regisseurin Mia Hansen-Love ihren Musikfilm "Eden" präsentiert. in seiner letzten Kinorolle zu sehen. Der Hauptdarsteller der Serie "Die Sopranos" verstarb im Juni vergangenen Jahres.
Viel Neues aus dem spanischen Kino
Mit gleich vier Filmen ist das spanische Kino in diesem Jahr wieder stark in San Sebastian vertreten. Unter anderem präsentieren sich Alberto Rodriguez mit seinem neuem Thriller "La isla minima" und Carlos Vermut mit "Magical Girl".
entgegen, der mit seinem neuen Film "Paradise Lost" die Nebenreihe "Pearls" schließt, in der die Festivalerfolge des Jahres gezeigt werden. Der Oscar-Preisträger aus Puerto Rico verkörpert in dem Streifen den kolumbianischen Kokain-Boss Pablo Escobar.
Besonders interessant stellt sich in diesem Jahr die thematische Festivalretrospektive dar, die sich der Entwicklung des osteuropäischen Kinos widmet. Unter dem Titel "Eastern Promises" werden in mehr als 50 Filmen die wichtigsten osteuropäischen Filmemacher seit der Jahrtausendwende vorgestellt. Neben einer Retrospektive über die 1979 verstorbene Dorothy Arzner wird vor allem die bei Jugendlichen beliebte Programmschiene "Savage Cinema" für volle Kinosäle sorgen. Bereits im vergangenen Jahr gehörte die in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Unternehmen "Red Bull Media House" veranstaltete Nebenreihe über Extremsportabenteuer zu den beliebtesten des Festivals.