Sturz vom 10-Meter-Turm: "Mann im Becken"

Am Sonntag, den 18.8, stürzte Ismael im Laaerbergbad vom 10-Meter- auf den 5-Meter-Turm. "Heute" besuchte ihn im Spital. Dem offiziellen Unfallhergang widerspricht er. Die Bäder betonen ihre Unschuld.
Offensichtlich mitgenommen liegt Ismael (11) in seinem Krankenbett im Donauspital (Donaustadt). Auf die Frage, wie es ihm geht, sagt er tapfer: "Ein bisschen besser als gestern, aber die Hand tut noch sehr weh." Kein Wunder, bei dem Unfall hat er sich den Arm gebrochen.

Nachlässige Bademeister?



Im Gespräch mit "Heute" schildert Ismael den Unfallhergang ganz anders als die Wiener Bäder (MA 44): "Ich wollte vom 10er springen, da habe ich einen Mann im Wasser gesehen. Deswegen habe ich im letzten Moment gebremst. Wenn ich gesprungen wäre, hätte ich ihm wehgetan."

CommentCreated with Sketch.39 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Laut ihm hätte ihn der Bademeister am Turm nicht vor dem Schwimmer gewarnt. MA-44-Sprecher Martin Kotinsky betont gegenüber "Heute": "Der Bub war der erste Springer, nachdem wir den Turm geöffnet haben. Wir waren darum doppelt vorsichtig, dass das Becken leer war."

Bäder bestreiten Aussage



Es würden immer vier Bademeister – einer am Turm, drei am Beckenrand – das Wasser auf Gefahren kontrollieren.

Das sei auch zum Unfallzeitpunkt am Sonntag der Fall gewesen. Eine interne Untersuchung des Vorfalls wird es darum durch die MA 44 nicht geben.

Die Wiener Bäder hatten den Sturz damit erklärt, dass dem Buben schwindelig geworden wäre, er das Gleichgewicht verloren habe und daher abgestürzt sei.

(red)

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