Subaru Forester: Der erste e-Boxer im Test

Subaru hat mit dem neuen Forester erstmals auf der Welt einen Boxermotor mit einem Elektromotor kombiniert. Und das SUV fährt sich wirklich gut.

Technisch fallen einem beim Namen Subaru sofort zwei Dinge ein: Der serienmäßige Allradantrieb in allen Fahrzeugen und der konsequente Einsatz von Boxermotoren. Im Forester wurde ein 150 PS starke 2-Liter-Benziner – der in Europa einzig verfügbare Motor – mit einem kleinen Elektromotor, der 16,7 PS (12,3 kW) leistet, kombiniert. Der Verbrenner bringt 194 Nm maximales Drehmoment mit, der E-Motor 66.

Somit ist der Forester logischerweise kein Sprinter und für eine rein elektrische Fahrt reicht die 118-Volt-Lithium-Ionen-Batterie mit 13,5 kWh gerade mal 1,6 Kilometer bei maximal Tempo 40. Das ist recht typisch für Mild-Hybrid-Systeme, bei denen der Elektromotor einzig und allein da ist um den Spritverbrauch und somit den von der EU vorgegebenen Flottenverbrauch der Hersteller zu senken. Mehr als 8 Liter auf 100 Kilometer brauchen wir .

Das ist angesichts eines 1,7 Tonnen schweren SUVs aber voll in Ordnung. Mehr PS und Drehmoment wären jedoch insgesamt wünschenswert, gerade beim Beschleunigen auf der Autobahn. Doch insgesamt fährt sich der Forester sehr gut und angenehm dank des Allradantriebs und des gut abgestimmten Fahrwerks. Gelände ist sowieso kein Problem für ihn, es gibt einen Schnee- und einen Offroad-Modus. Aber er ist halt eher etwas für entspannte, ruhige Fahrer die gerne komfortabel unterwegs sind – und sicher.

EyeSight für die Sicherheit

Denn Sicherheit wird bei Subaru groß geschrieben und mit dem EyeSight-System kommen eine Menge gut funkionierende Fahrassistenten hinzu. Dazu gehören natürlich ein Notbremsassistent und ein Kollisionswarner, ein Anfahrassistent im Stau, ein adaptiver Tempomat und ein Spurhalteassistent. Und das alles serienmäßig.

Der Einstiegspreis in der Ausstattung "Pure" beträgt 36.990 Euro, wir fuhren die "Premium"-Version um 44.990 Euro. Dafür bekommen wir unter anderem LED-Scheinwerfer und einen Fernlichtassistenen, Ledersitze (auch hinten beheizt), ein Glasschiebedach, ein integriertes Navi oder auch eine Seitenkamera, die vor Abhängen im Gelände und Randsteinen in der Stadt schützt.

Aufpreispflichtig ist leider die Metallic-Lackierung, die unser Fahrzeug hatte: Ein helles grün ist nicht jedermanns Sache aber dieses Jasper Green Metallic ist absolut gelungen und hebt den auch ansonsten gut designten Forester von der Masse ab. Es verleiht auch irgendwie zusätzliche Offroad-Glaubwürdigkeit. Das kann man sich schon mal für 652 Euro extra leisten.

Insgesamt ist der Forester ein sympathisches Auto das hält, was es verspricht. Hier wird nicht groß auf den Putz gehaut sondern alles mit Technik und Vernunft angegangen. Tugenden, die man nicht überall findet.

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