Südbahnstrecke nach Tunnelunglück wieder frei

Gute Nachrichten für alle Pendler und Zugfahrer: Seit Sonntag, 6 Uhr früh, mehr als eine Woche früher als erwartet, fahren auf der Semmeringstrecke wieder Züge. Nach dem Tunnelunglück vom 1. Dezember, bei dem 14 Waggons entgleisten, hieß es noch, dass drei Wochen lang nichts geht. Nun können ÖBB-Passagiere vorzeitig aufatmen.
 

Wer von Wien nach Graz wollte, musste 13 Tage lang bei Breitenstein auf einen Schienenersatzverkehr umsteigen. Im Pollereswand-Tunnel zwischen Breitenstein und Semmering (Bezirk Neunkirchen) arbeitete die ÖBB Tag und Nacht, um 14 entgleiste Waggons aus dem Weg zu räumen. 

Keine Zufahrt über Straße möglich

Schon unter normalen Umständen ist die Bergung eines entgleisten Zuges keine leichte Aufgabe. Doch auf diesem Abschnitt der Semmeringstrecke ist der Tunnel an beiden Seiten nur über Viadukte erreichbar. Straßen oder Wege gibt es nicht. 

Ab 6 Uhr Personen-, ab 22 Uhr Güterzüge

Seit Sonntag 6 Uhr früh wurde der Zugverkehr mit Personenzügen wider aufgenommen, ab 22 Uhr sollen auch wieder Güterzüge fahren. Erst wurde ein Gleis freigeräumt, das zweite soll baldmöglichst folgen. 

Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung

Am 1. Dezember war ein Güterzug mit 21 Waggons mit 40 bis 60 km/h mit einer Hilfslok zusammengestoßen. Der Lokführer wurde verletzt und musste ins Spital. Seitdem wird wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen ermittelt. 

Der Schaden beträgt laut ÖBB mindestens fünf Millionen Euro. 

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