In Südtirol gibt es seit Montag eine erste bestätigte Coronavirus-Infektion. Die Diözese will weiterhin Messen abhalten, aber auf einige Rituale verzichten.
Nach dem ersten bestätigten Coronavirus-Fall in Südtirol behält man dort die Ruhe. Zwar bleiben Kinderbetreuungsstätten und einige Bildungseinrichtungen per Notverordnung geschlossen, die Katholische Kirche will aber weiterhin Gottesdienste abhalten.
Priester dürfen im Land weiterhin Messen abhalten, so der Südtiroler Bischof Ivo Muser. Allerdings gibt die Diözese Verhaltensempfehlungen für den Gottesdienst ab. So bittet der Bischof die Gläubigen auf Mundkommunion zu verzichten und sie stattdessen in die Hand zu nehmen.
Weder Mundkommunion noch Weihwasser
Auch auf den Friedensgruß beim Gottesdienst sollen Gläubige demnach vorerst verzichten. Ebenso wird in der amtlichen Mitteilung der Diözese davon abgeraten, Weihwasser aus dem Weihwasserbecken zu nehmen.
Dies seien Empfehlungen rein im Sinne der Vorsorge, wird betont. Gleichzeitig rief Bischof Muser die Gläubigen auf, "alle Kranken sowie deren Angehörigen in das Gebet einzuschließen, aber auch für jene zu beten, die in der Krankenbetreuung und Krankenpflege tätig sind und schließlich auch jene nicht zu vergessen, die jetzt die Verantwortung tragen, jene Maßnahmen zu erlassen, die zum Wohle der Menschen getroffen werden müssen".