"Super Animal Royale Super Edition" im Test – Knuffig

Das Battle-Royale-Game "Super Animal Royale" hat nicht nur den Early Access verlassen, sondern ist nun auch kostenlos spielbar. Absolut knuffig!

"Super Animal Royale" aus dem Hause Pixile liefert eine Überraschung nach der anderen. Nach der rund zweieinhalbjährigen Early Access Phase auf Steam gibt es den Titel nun auch als vollwertiges Game für PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X|S sowie die Nintendo Switch. Und nicht nur das: Die Entwickler haben sich entschieden, es kostenlos spielbar zu machen. Zeit, sich das Abenteuer mit sich bekriegenden Tieren genauer anzusehen.

Gleich vorneweg: Der Zusatz "Super Edition" bezieht sich auf ein kostenpflichtiges DLC-Paket, das Hauptspiel ist allerdings gratis und die Bonus-Items im DLC sind nicht spielverändernd. Durch das Paket sackt man allerdings seltene (aber nicht spielentscheidende) Items durch einen Bonus leichter ein und bekommt vier weitere spielbare Tiere wie einen Fuchs, einen Bären, einen Tiger und eine Katze mit Totenkopfgesicht dazu. Außerdem gibt es noch einige exklusive Kostüme.

Supersimpel, aber umso lustiger

Spielerische Vorteile gibt es durch die "Super Edition" indes keine, alle Inhalte sind zwar nett, aber fast ausschließlich kosmetischer Natur. Außerdem braucht man sie überhaupt nicht, denn das Hauptspiel selbst bietet mit rund 300 Rassen und doppelt so vielen Kostümen mehr als genug Auswahl, sich ein absolut unverkennbares Tierchen zusammenzustellen. Doch worum geht es eigentlich? Das ist so kurz erklärt, wie es sich kurzweilig spielt. 

Zocker wählen sich ein Lieblingstier und können es mit Kostümen und Items versehen, danach bekommt man teils wahnwitzige Waffen in die Hand gedrückt und zieht in die Schlacht gegen die anderen Tiere. Die Runden spielen sich dabei kurz, aber knackig. Wenn man so will ist "Super Animal Royale" ein "Fortnite", das sich simpler spielt, sich noch weniger ernst nimmt und keine komplexen Mechaniken bietet. Doch genau darin liegt der Spaß. 

Auch Anfänger haben gute Chancen

Hier gewinnt nicht immer der Spieler mit den schnellsten Reaktionszeiten oder mit der höchsten Präzision, nein, auch Glück, Zufall und Spaß spielen eine wichtige Rolle. So ist die Steuerung sehr simpel ausgefallen: Bewegen, ballern, Items aktivieren und ausweichen reichen völlig aus. Gezielt und geschossen wird mit einem minimalistischen Fadenkreuz je nach Plattform per Gamepad-Stick oder Maus und einem Buttondruck, die Figur bewegt dich mit dem zweiten Stick oder den Richtungstasten. Alles, was man noch braucht, sind zwei, drei Buttons für den Einsatz der Items.

Anfangs dauert es trotz der simplen Steuerung etwas, bis man die Balance zwischen dem getrennt gesteuerten Zielen und Bewegen raus hat, dann aber geht es schnell und flüssig von der Hand, selbst für Anfänger. Da hier die Schüsse sowieso gewollt etwas ungenauer ausfallen, fällt auch der Druck weg, in jeder Situation sofort treffen zu müssen. Gerade für Neulinge ist das eine tolle Motivation, denn in den Runden tummeln sich bis zu 64 Spieler, die man ausstechen kann. Wie für Battle-Royales typisch verkleinert sich das Spielfeld in der Runde recht schnell immer weiter.

Der Spieltod kommt recht schnell

Nach nur wenigen Minuten ist das Spiel auch schon wieder vorbei, wobei dies keine Kritik ist. Im Gegenteil, die flotten Runden motivieren zu mehr. Damit man nicht schnell im Abseits des immer kleiner werdenden Spielfelds landet, lassen sich auch einige Spezialtransportmittel wie riesige Emus oder ein großer Hamsterball verwenden, die niedlich animiert wurden und Freude beim Experimentieren machen. Apropos Geschwindigkeit: Minutenlange Wartezeiten auf die nächste Runde gibt es auch nicht, denn anders als bei Genre-Vertretern braucht es wenig Vorbereitung.

Meist startet man nach dem Bildschirmtod einfach in den nächsten Kampf, an dessen Beginn alle Spieler sowieso nur mit dem Nötigsten, nämlich einer Knarre, ausgestattet sind. Entsprechend fällt auch die Sorge weg, mühsam erbeutete Waffen oder Items zu verlieren oder gar den Charakterfortschritt aufgeben zu müssen. Etwas überraschend ist beim Spielen allerdings doch, wie schnell man selbst oder der Gegner ausgeschaltet werden kann. Es braucht nur drei bis fünf gute Treffer, schon fliegt man aus der Runde. Das hält das Tempo hoch, hätte aber etwas intensiver ausfallen dürfen.

Wahnwitzige Auswahl an Waffen

"Super Animal Royale" lässt aus einer Vielzahl an Waffen auswählen, von klassischen Gewehren bis hin zu Pfeilpistolen, von Granaten bis hin zu Bananen und von Samurai-Schwertern bis hin zu überdimensionierten Lutschern. Damit kann man sich zum Teil auch selbst festlegen, wie man das Game zocken will, ob man Feinde nun aus der Entfernung mit Sniper-Gewehr zu treffen versucht, in Gebäuden mit der durchschlagenden Schrotflinte lauert oder aber sich gar mitten ins Getümmel wirft und die Reihen an Gegnern mit Nahkampfwaffen lichtet. 

Wenngleich das übrige Spiel nicht allzu komplex ist, die Waffen sind es allemal. So kann man auch Giftgas-Fallen legen, die Gegner kurzzeitig lähmen oder mit einer Spezialwaffe besonders hohen Schaden anrichten, indem die Rüstung der Feinde durchdrungen wird. Das Ausprobieren bleibt aber alleine dem Spieler überlassen, denn ein Tutorial abseits von einigen Tipps gibt es nicht. Schade, denn während auch so fast alles super funktioniert, steht man oftmals bei den Power-ups vor einem Rätsel und erfährt dies erst, wenn man über ein solches Items stolpert und es auch einsetzt.

Ein absolut knuffiges Battle-Royale

Wem die flotten Runden als Motivation nicht ausreichen, der kann eingesammelte Spielwährung im Shop für kosmetische Gegenstände verprassen und seinem Charakter laufend einen neuen Look verpassen. Außerdem lassen sich neue Tierchen und Waffenskins freispielen. Dazu müssen kleine Aufgaben in den Kämpfen erfüllt werden, die meist automatisch ablaufen, ohne dass man sich groß Gedanken darüber machen müsste. Noch ein Wort zur Grafik: Die kommt aus der schrägen Vogelperspektive bunt und simpel ohne sonderliche Details außer den niedlichen Figuren daher, passt aber perfekt. 

Super Animal Royale" ist ein absolut fantastisches Battle-Royale für alle Gamer, denen "Fortnite", "Apex Legends" und Co. einfach zu schnell, zu komplex und zu präzise sind. Die Steuerung ist schnell erlernbar, die kurzen Runden motivieren zu immer neuen Versuchen und die ersten Erfolge stellen sich sofort ein. Mit dem Wegfall von zu erreichenden Zielen und ohne aufwendig zu erarbeitende Ausrüstung macht das Game einfach super viel Spaß. Und das Highlight sind eindeutig die mörderischen, aber umso knuffiger umgesetzten Tiere, die da über den Bildschirm wuseln.

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