Österreich

Superhirn narrt Banken: U-Haft

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:07

Er zog über Jahre hinweg ein bis ins kleinste Detail durchdachtes System auf, um unter falschem Namen heimischen Geldinstituten Kredite zu entlocken. Mehr als ein Dutzend Mal waren Herbert A. und seine Mittäterin erfolgreich. Sogar ein Notar fiel auf den Schwindel im großen Stil herein. Jetzt ermittelt der Staatsanwalt.

Der Makler soll seit 2005 immer dieselbe Masche angewandt haben: Er legte sich stets neue Identitäten und Adressen zu, erhielt so bis zuletzt bei fast allen großen Banken in Oberösterreich Kredite. Schadensumme: insgesamt etwa 500.000 Euro.

Notar beglaubigt gefälschte Unterschrift

Über verschiedene Konten, einzelne Ratenzahlungen und ein Postfach soll er Nachforschungen gebremst und seine Spuren verwischt haben. Es besteht der Tatverdacht des schweren gewerbsmäßigen Betrugs, bestätigt Manfred Holzinger von der Staatsanwaltschaft Wels gegenüber Heute. Warum die ansonsten bei Darlehensvergaben so peniblen Geldinstitute sich derart täuschen lassen konnten, ist noch unklar.

In einem konkreten Fall soll sogar ein Notar hinters Licht geführt worden sein: Dabei sei eine Liegenschaft einer dritten Person mit Schulden belastet worden. Dazu soll sogar ein Ausweis der Besitzerin vom Täterduo vorgelegt worden sein. Die anschließende notarielle Beglaubigung der eigentlich gefälschten Unterschrift sei ohne Probleme abgelaufen. Dem Linzer droht nun eine mehrjährige Haftstrafe.

Jürgen Tröbinger

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