Die Drohbriefe sollen an mehrere große Lebensmittelunternehmen in ganz Europa gegangen sein. Darin drohen der oder die Täter mit einer Verunreinigung der Lebensmittel mit dem Gift des Oleanders, sollten sich die Adressaten nicht an die Forderung halten.
Die Schreiben, die allesamt Anfang April in Belgien aufgegeben wurden, wurden in perfektem Englisch verfasst. Gefordert wird eine Zahlung von 300.000 Euro auf ein Bitcoin-Konto in Digitalwährung.
Als Deadline wird der 20. Mai angegeben. Die Kuverts sollen darüber hinaus eine Probe des Giftes Glykosid Oleandrin in Pulverform enthalten.
Alle Pflanzenteile des Oleanders (Rosenlorbeer, Nerium oleander) enthalten das giftige, herzwirksame Glykosid Oleandrin. Die Einnahme des Gifts kann gastro-intestinale und Herzbeschwerden verursachen. Die Vergiftungssymptome können auch das zentrale Nervensystem (ZNS) betreffen, Schläfrigkeit, Tremor oder Muskelzittern bis zum Zusammenbruch mit Koma beinhalten und in der Folge schließlich zum Tod führen.
Österreich ebenfalls betroffen
Auch ein Wiener Supermarkt habe einen Drohbrief erhalten, wie die "Krone" berichtete und von der Polizei bestätigt wurde. "In Österreich ist eine einzige Firma betroffen gewesen, Österreich ist nicht hauptbetroffen", so Polizeisprecher Harald Söros zur APA. Er betonte außerdem, dass es bisher nur reine Drohungen seitens der Verfasser der Briefe gab.
Dass Erpresserschreiben kursieren, bestätigte Eric Van Der Sypt, Sprecher der föderalen Staatsanwaltschaft in Belgien, schon Anfang April. "Es stimmt, dass eine Reihe von Erpresserschreiben aus Belgien an Unternehmen in ganz Westeuropa verschickt wurden." Ermittlungen wurden eingeleitet.
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