Gerade erst hat die Taifunsaison 2014 begonnen und gleich der zweite entwickelte sich bereits zu einem Supertaifun. Montagabend wurden über dem offenen Meer Windgeschwindigkeiten von über 280 km/h erreicht.
„Über dem teils 31 Grad warmen Pazifik hat sich in den vergangenen Tagen ein Tropensturm entwickelt, der rasch zu einem starken Taifun heranwuchs“, berichtet Thomas Rinderer von wetter.tv.
Am Mittwochvormittag (Mittwochabend japanischer Zeit) wird der Landgang des Sturms erwartet. Bis dahin hat sich der Taifun zwar etwas abgeschwächt, wird aber immer noch mit Windspitzen bis zu 170 km/h im Süden Japans wüten. In der Inselregion Okinawa, die sich etwa 800 km südlich der Hauptinsel befindet, sorgte Neoguri bereits für Behinderungen und Stromausfälle, mindestens fünf Menschen wurden verletzt.
Sturm, meterhohe Wellen und sintflutartige Regenfälle
Mittwochabend muss sich dann die dicht besiedelte Südküste des Inselstaates nicht nur auf extreme Windböen, sondern auch auf meterhohe Wellen und heftige Regenfällen einstellen. „Häufig geht bei solchen extremen Wetterereignissen die größte Gefahr von Sturmfluten und Erdrutschen aus“, weiß der Meteorologe. Bereits in den vergangenen Wochen hat es in der betroffenen Gegend häufig geregnet. Mit den zu erwartenden großen Regenmengen sind Vermurungen und Erdrutsche praktisch vorprogrammiert.
Wenn der Sturm am Donnerstag und Freitag weiter nach Nordosten zieht, gerät auch die Hauptstadt Tokio in seine Zugbahn. Bis dahin hat sich der Wind aber weiter abgeschwächt, anhaltende Regenfälle zeichnen sich aber auch hier ab.