Er war einer der schrägsten TV-Auftritte, die man so schnell nicht vergisst: Slaviša Pajkić, besser bekannt als "Biba Struja", ist im Alter von 69 Jahren verstorben. Wie serbische Medien berichten, starb er am Sonntag, nur einen Tag später wurde er in seinem Heimatort bei Požarevac beerdigt.
Seine "Karriere" begann alles andere als gewöhnlich. Schon als Teenager arbeitete Pajkić in einer Schlosserei – bis er plötzlich merkte: Strom tut ihm nichts. Während andere bei 220 Volt zusammenzucken, blieb er völlig unbeeindruckt. Für seinen Chef zu viel des Guten: Die Angst war größer als die Faszination – und "Biba Struja" verlor kurzerhand seinen Job.
Was folgte, war ein Leben zwischen Staunen und Unglauben. Immer wieder trat er in TV-Shows auf, ließ Strom durch seinen Körper fließen und führte Experimente vor, bei denen Zuschauer den Atem anhielten. Auch im Format Supertalent sorgte er 2018 für ungläubige Blicke.
Seine Fähigkeiten gingen sogar ins Rekordbuch ein: Bereits 1983 wurde festgehalten, dass er Spannungen von mindestens 220 Volt aushalten kann. 2003 legte er nach – in Schweden erhitzte er Wasser, indem er seinen eigenen Körper als Leiter nutzte.
Der Grund für diese unglaubliche Resistenz dürfte medizinisch erklärbar sein. Pajkić litt an einer seltenen Form der Ektodermale Dysplasie. Seine Haut war extrem trocken, ohne Schweißdrüsen und Haare – und wies dadurch einen ungewöhnlich hohen elektrischen Widerstand auf. Messungen zufolge soll dieser bis zu 50-mal höher gewesen sein als bei einem durchschnittlichen Menschen.
Ein Leben wie ein Experiment – und eines, das selbst nach seinem Tod elektrisiert.