Los geht?s: Seit sechs Uhr früh werden in Oberösterreich ein neuer Landtag und neue Gemeinderäte gewählt. Letzten Hochrechnungen zufolge bleibt die ÖVP auf Landesebene an der Macht.
Die Oberösterreich-Wahlen haben begonnen, um sieben Uhr öffnete der Großteil der 1800 Wahllokale. Eine Woche nach den Vorarlbergern sind am Sonntag die Oberösterreicher zum Urnengang aufgerufen. Die knapp 1,1 Millionen Wahlberechtigten können aber nicht nur über die Zusammensetzung des Landtages, sondern auch der Gemeinderäte und die Bürgermeister für die nächsten sechs Jahre entscheiden.
Endergebnis um 22 Uhr
In den meisten Gemeinden kann man bis 14.00 Uhr seine Kreuze machen. In den Statutarstädten Linz, Wels und Steyr ist Wahlschluss um 16.00 Uhr. Das mit Spannung erwartete Endergebnis dürfte erst gegen 22.00 Uhr vorliegen. Es wird auch schon die Stimmen der Briefwähler und die in "fremden" Wahllokalen abgegebenen Wahlkarten enthalten. Denn in Oberösterreich ist auch für die Briefwahl heute um 16.00 Uhr Annahmeschluss.
Grünes Zittern
Spannend wird vor allem, ob die Grünen ihren Regierungssitz verteidigen können. Notwendig dafür wären rund neun Prozent, die sie 2003 mit einem deutlich Plus knapp (genau 9,06 Prozent, 5 Mandate) schafften. Gelingt ihnen dies heuer nicht, kann die österreichweit erste und einzige schwarz-grüne Koalition auf Landesebene nicht fortgesetzt werden.
FPÖ wird zulegen
Stimmenstärkste Partei im Land ist die ÖVP (43,42 Prozent, 25 Mandate), und sie dürfte diese Stellung laut den Umfragen halten. Dennoch zeigte sich die SPÖ optimistisch, den ersten Platz erobern zu können. 2003 hatte sie überraschend stark auf 38,33 Prozent (22 Mandate) zugelegt. Die FPÖ kann nach ihrem Debakel bei der vorigen Wahl - sie schrumpfte auf 8,40 Prozent bzw. vier Mandate - wieder mit Zuwächsen rechnen. Das BZÖ muss bei seiner ersten Kandidatur um den Einzug in den Landtag zittern.
Gemeinderatswahlen
Bei den Kommunalwahlen geht es um die Zusammensetzung der Gemeinderäte und Bürgermeister in den 444 Gemeinden. Neben den sieben Parteien, die auch bei der Landtagswahl antreten (ÖVP, SPÖ, Grüne, FPÖ, BZÖ, Die Christen, KPÖ), bewerben sich in 78 Gemeinden weitere Parteien und Bürgerlisten.