Süßer Terrier-Mischling ausgesetzt

Bild: Stefanie Hummer

Lautes Winseln machte eine Mitarbeiterin des Wiener Tierschutzvereins (WTV) auf den etwa fünfjährigen Rüden aufmerksam. Sein Besitzer hatte ihn einfach mit Tüchern an die Tore des WTV gebunden und das arme Tier seinem Schicksal überlassen!

"Nicht einmal ein richtige Leine oder ein Halsband war dem Terrier-Mix Strolchi vergönnt, als er in der Nacht auf Mittwoch am Haupttor des Wiener Tierschutzvereins angebunden wurde. Stattdessen bedienten sich seine ehemaligen „Besitzer“ einfacher Tücher und Bänder, um das ungewollte Tier zu fixieren", ist WTV-Sprecher Oliver Bayer am Donnerstag fassungslos.

Wie lange der Hund im Freien ausharren musste, ist nicht klar. Der völlig ausgehungerte Rüde wurde jedenfalls gleich ins Warme gebracht und gefüttert. Die nachfolgende tierärztliche Untersuchung brachte zum Glück keine gesundheitlichen Probleme ans Licht. Seinen neuen Namen verdankt der auf rund fünf Jahre geschätzte Hund übrigens der Tierärztin des WTV. Strolchi darf sich nun in Ruhe von dem Schock erholen und wartet im Wiener Tierschutzverein auf eine neue Familie.

„Es ist wirklich traurig dass dies immer wieder betont werden muss, aber es scheint einigen Menschen immer noch nicht klar zu sein, dass das Aussetzen von Haustieren streng verboten und eine strafbare Handlung ist. Der WTV betreibt eines der wenigen Tierschutzhäuser, die auch Tiere von Privatpersonen übernehmen. Wir müssen zwar dafür eine Gebühr verlangen, da wir anders als andere Tierheime keine Subventionen erhalten und nur mit privaten Spenden wirtschaften. Dennoch haben wir in Notfällen immer noch Auswege im Sinne der Tiere gefunden“, sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic.

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