SV Horn: Die Japaner wollen wieder weg

Bild: Bezirksblätter Horn

In Horn steht eine Trennung im Raum. Die Gerüchte, dass sich Geldgeber Keisuke Honda schon in diesem Sommer zurückziehen könnte, verdichten sich. Ausgeträumt hätte es sich damit, was die hohen Ziele des Vereins betrifft. Noch wird aber dementiert.

Als vor knapp zwei Jahren publik wurde, dass Fußballstar Keisuke Honda mit seinen Millionen den SV Horn zu einer Größe im Weltfußball machen will, konnten es viele nicht glauben. Im Waldviertel träumte man von der Champions League. Tatsächlich ging es zuerst steil bergauf, seit einiger Zeit läuft es aber nicht mehr ganz nach Wunsch und schon wird gemunkelt, dass Honda die Geduld verloren hat.

Obmann Laudon dementiert

"Diese Gerüchte sind mir nicht bekannt. Es gibt eine Vereinbarung über drei Saisonen, wir sind am Ende der zweiten," dementiert Vereinsobmann Rudolf Laudon gegenüber den "Bezirksblättern" Horn. Angeblich soll der vorzeitige Ausstieg bereits vergangene Woche beschlossen worden sein. Davon will Laudon nichts wissen: "Aus meiner Sicht sind wir bis Ende 2018 Partner, ich weiß nichts davon, dass es anders wäre."

Der Plan war ursprünglich, in Horn eine Anlaufstelle für japanische Talente zu etablieren. Sogar ein japanischer Nationaltormann wurde verpflichtet. Wirklich überzeugen konnten aber die wenigsten von Hondas Landsleuten, momentan stehen nur zwei regelmäßig in der Startformation. Man kämpft ohnehin eher gegen den Abstieg, als um den Aufstieg in die Bundesliga und jetzt droht auch noch der Ausstieg Hondas.

Gebrochene Versprechen?

Ursprünglich war ein Plan für fünf Jahre angedacht. Honda versprach bei seinem Einstieg sogar: „Die Fans müssen sich keine Sorgen machen, wenn wir unsere Ziele nach fünf Jahren noch nicht erreicht haben. Wir werden unsere Arbeit trotzdem fortsetzen.“ 

Was eine weitere Zusammenarbeit betrifft, erinnert Laudon gegenüber den Bezirksblättern auch daran, dass es einen gültigen Vertrag zwischen Hondas Firma, die in Japan rund 50 Fußballschulen betreibt, und dem SV Horn gebe. Ob in der kommenden Saison noch einmal gemeinsam der Aufstieg in die höchste Liga in Angriff genommen wird, bleibt dennoch fraglich. Zumal: Erstmal muss diese Saison der Klassenerhalt geschafft werden.

 

 

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