Iga Swiatek ließ sich rücklings auf den Hartplatz fallen und schlug beide Hände vors Gesicht.
Die Tennis-Weltranglisten-Erste hat bei den US Open in New York nach einer starken Leistung ihren dritten Grand-Slam-Titel gewonnen. Die zweimalige French-Open-Siegerin aus Polen setzte sich im Finale am Samstag gegen die Tunesierin Ons Jabeur verdient mit 6:2, 7:6 (7:5) durch.
"Dieses Turnier war eine grosse Herausforderung. Wir sind in New York, es ist laut, es ist verrückt", sagte Swiatek, die ihre zehn letzten Finals auf der Tour alle gewonnen hat. "Ich weiß es ehrlich gesagt nicht", antwortete die Dominatorin auf die Frage nach dem Geheimnis ihrer Finalstärke.
Swiatek triumphierte als erste Polin in der US-Open-Geschichte und baute ihre Finalbilanz auf der Grand-Slam-Bühne auf 3:0 aus. Jabeur verlor dagegen zwei Monate nach Wimbledon auch ihr zweites Endspiel bei einem Major-Turnier. Sie verpasste es zudem, sich zur ersten afrikanischen und arabischen Grand-Slam-Turniersiegerin in der Profi-Ära zu küren.
"Ich habe es wirklich versucht, aber Iga hat es mir nicht leicht gemacht", sagte Jabeur und scherzte: "Im Moment mag ich sie nicht besonders." Trotz Niederlage wird Jabeur nach dem Turnier in der Weltrangliste dennoch einen Sprung von Platz fünf auf zwei machen.