Niederösterreich

Symptomloses, infiziertes Personal arbeitet im Spital

In Niederösterreichs Kliniken dürfen symptomlose, aber mit Corona infizierte Mitarbeiter arbeiten. Einige Bereiche sind aber tabu.

Erich Wessely
Das Spital in St. Pölten
Das Spital in St. Pölten
"Heute"/Erich Wessely

In Niederösterreichs Landeskliniken werden symptomlose, mit Corona infizierte Mitarbeiter eingesetzt. Für sie gilt Maskenpflicht. Damit werde die Verordnung des Bundes zur heute, Montag, in Kraft getretenen Abschaffung der Quarantäne umgesetzt, hieß es von der Landesgesundheitsagentur (LGA) auf APA-Anfrage. Ausnahmen gelten in Bereichen mit immunsupprimierten Patienten wie in der Onkologie, im Umgang mit Transplantierten, auf Intensivstationen und auf der Neonatologie.

"Besondere Auflagen"

In den genannten Bereichen dürfen Corona-positive Beschäftigte nicht arbeiten, in diesem Fall sind laut LGA andere Einsatzmöglichkeiten zu suchen. Symptomatische Mitarbeiter dürfen den Dienst nicht antreten, solange kein negatives PCR-Testergebnis vorliegt. "Natürlich ist die Verordnung des Bundes auch in den Kliniken Niederösterreichs umzusetzen. Da dies jedoch besonders schutzwürdige Bereiche sind - immerhin macht es einen Unterschied, ob Personen zum Beispiel in der Buchhaltung oder in einem sensiblen medizinischen Bereich tätig sind - gelten hier besondere Auflagen", teilte die LGA mit.

Symptomlose Mitarbeiter müssen in geschlossenen Räumen, wenn Kontakt zu anderen nicht ausgeschlossen ist, durchgängig Maske tragen. Auch im Freien ist dies notwendig, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Für Pflegeeinrichtungen sind die Regeln für symptomlose Mitarbeiter laut LGA noch in Ausarbeitung.

Ausnahmen bei Entbindungen

Für verkehrsbeschränkte Besucher gilt ein Betretungsverbot. Ausnahmen sind Palliativ- und Hospizbegleitung, Seelsorge sowie Begleitung bei kritischen Lebensereignissen, von Minderjährigen und bei Entbindungen. Innerhalb der Krankenanstalten ist das Tragen einer FFP2-Maske ohne Ausatemventil verpflichtend.

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    Spital St. Pölten
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    Bild: Joachim Lielacher