Österreich

Syrer erschoss vor Augen des Sohnes seine Ehefrau

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:26

Weil ihn (49) seine Gattin verlassen hatte wollen, richtete ein syrischer Schneider zuerst die Frau mit drei Schüssen hin, dann sollte der Sohn sterben. Der Bub überlebte knapp, dem Syrer droht lebenslang.

Das blutige Ende einer Gewaltehe im Jahr 2011 wurde gestern in Wr. Neustadt vor Gericht nochmals aufgearbeitet: Sie hatte der Ehehölle entfliehen wollen, reichte die Scheidung ein. Hasan J. war laut Anklage im Stolz verletzt, lauerte ihr beim Müllentleeren auf und erschoss die Lehrerin aus nächster Nähe. Augenzeuge: der jüngste Sohn. Auch er sollte sterben, eine Ladehemmung verhinderte einen Doppelmord.

Der 49-Jährige heiratete danach ein zweites Mal, flüchtete nach Österreich, wurde festgenommen. Die syrischen Behörden wollten die Auslieferung des Verdächtigen, das Justizministerium lehnte ab und entschied: Prozess in NÖ. Der Angeklagte meinte vor Gericht, die Schüsse hätten sich im Gerangel gelöst, sein Sohn (mittlerweile 15) belastete aber seinen Vater schwer. Ein Urteil wird für heute erwartet – dem Flüchtling droht "lebenslang".

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