Überwachungskameras mit Gesichtserkennung sind in den USA weit verbreitet. Sie erfassen nicht nur das Geschehen, sondern können auch Personen und Gegenstände identifizieren. Das gefällt nicht jedem - daher hat der Cybersicherheitsexperte Bill Swearingen eine Lösung entwickelt.
Swearingen sieht die Privatsphäre als Grundrecht und hat nach rund 31 Millionen Tests eine Methode gefunden, die Kameras auszutricksen. Das Ergebnis: computergedruckte Muster, die auf T-Shirts oder andere Kleidung gedruckt werden können.
Wie t3n unter Berufung auf TechCrunch schreibt, wurde Swearingen von einer Demonstration inspiriert, die er besuchen wollte. Angesichts der vielen Kameras in seiner Stadt fühlte er sich unwohl und machte sich stattdessen an die Arbeit. "Ich habe meinem Modell sozusagen das Malen beigebracht", erklärt der Experte.
Die bunten Muster verhindern zwar nicht die Aufzeichnung durch Kameras, aber sie stören deren Fähigkeit, Objekte, Personen oder Gesichter zu identifizieren. Am Freitag testete Swearingen sein Verfahren erstmals unter realen Bedingungen auf der Cybersicherheitskonferenz Def Con in Las Vegas.
Eine Umfrage zeigt derweil, dass US-Bürger den Kameras zwiegespalten gegenüberstehen: 94 Prozent glauben, dass sie bei der Aufklärung von Straftaten helfen. Gleichzeitig befürchten 63 Prozent, dass die Technologie missbraucht werden könnte - etwa um unbescholtene Bürger bei Demonstrationen zu verfolgen.