Der Traum eines Wiener Paares ist ausgeträumt: Der 54-Jährige und seine Frau (49) hatten einen Alfa Romeo 156 bei einer Online-Auktion erstanden. Doch nun wird das Auto verschrottet, die beiden Österreicher wurden verurteilt. Der Grund: Das Auto ist einem italienischen Polizei-Dienstwagen zu ähnlich!
Die beiden Wiener wollten am 7. September 2021 bei Tarvis die Grenze nach Italien passieren. Doch die Grenz-Beamten stoppten das Reise-Abenteuer. Denn der Wagen, den das Paar fuhr, sah einem Carabinieri-Auto täuschend ähnlich. Der Wagen war mit der italienischen Notrufnummer "112 - www.carabinieri.it" samt roten Blitzen und dem Wappen des Streifen fahrenden "Nucleo Radiomobile Carabinieri" beklebt. Auf dem Dach befand sich kein Blaulicht und keine Sirene, aber die für Streifenfahrzeuge der Carabinieri übliche Nummer 28, berichtet die "Kleine Zeitung".
Laut der italienischen Seite "telefriuli.it" dürfte es sich um einen Requisiten-Wagen aus dem Remake von "Point Break" (2015) handeln. Obwohl der Alfa Romeo ein Wiener Kennzeichen hatte, beschlagnahmten die italienischen Behörden das Fahrzeug, die Wiener wurden angezeigt und festgenommen.
Nun fand in Udine der Prozess statt. Das Urteil: Das beschlagnahmte Auto wird verschrottet, die Wiener fassten jeweils Haftstrafen in Höhe von zehn Monaten und 20 Tagen aus, die allerdings auf Bewährung ausgesetzt wurden. Begründet wurde dies damit, dass der Wagen aufgrund seines täuschend echten Aussehens Straftaten begünstigen hätte können.